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Neukalener stimmen gegen Flüchtlingsheim

Auf einem Bürgertreffen werden viele Vorbehalte gegen ein Asylbewerberheim in der Kleinstadt laut. Die Stadtvertreter reagieren sofort und formulieren einen Beschluss.

In den Wohnblock an der Neukalener Ziegelei werden nun wohl doch keine Flüchtlinge einziehen.
Torsten Bengelsdorf In den Wohnblock an der Neukalener Ziegelei werden nun wohl doch keine Flüchtlinge einziehen.

Nach einer Einwohnerversammlung in Neukalen werden die Pläne für ein Asylbewerberheim in der Kleinstadt aller Voraussicht nach auf Eis gelegt. Unmittelbar nach dem Bürgertreffen hatten sich die Stadtvertreter am späten Dienstagabend darauf verständigt, für eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen zu stimmen. Damit trage man den vielen berechtigten Einwänden der Bürger Rechnung , hieß es.

Vize-Landrat Siegfried Konieczny erklärte gegenüber dem Nordkurier, dass der Seenplatten-Landkreis bei der Unterbringung von Flüchtlingen das Stadtvertreter-Votum akzeptieren werde: "Wir werden nichts entgegen einem solchen Beschluss machen." Der Eigentümer eines leer stehenden Wohnblocks an der etwas außerhalb gelegenen Neukalener Ziegelei hatte dem Landkreis angeboten, 60 bis 70 Flüchtlinge in dem Gebäude aufzunehmen. Für eine dezentrale Unterbringung hat die Peenestadt zumindest keine eigenen Wohnungen, die sie zur Verfügung stellen könnte, sodass sich die Zahl der zu erwartenden drastisch reduzieren dürfte.

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