Holpriger Marktplatz:

Nichts mit Sanierung - Bauhof sammelt Sand wieder ein

Fast sah es so aus, als ob das viel kritisierte Marktpflaster jetzt endlich entschärft wird. Ein Trugschluss. Doch einige Malchiner ärgern sich noch aus einem ganz anderen Grund über das Aussehen des Platzes im Stadtzentrum.

Für einige Tage konnte man richtig gut laufen auf Malchins viel kritisiertem Marktplatz. Doch am Montag fuhr der Bauhof den Sand schon wieder ab.
Torsten Bengelsdorf Für einige Tage konnte man richtig gut laufen auf Malchins viel kritisiertem Marktplatz. Doch am Montag fuhr der Bauhof den Sand schon wieder ab.

Zu früh gefreut: Als vor dem Stadtfest-Wochenende auf dem Markplatz eine riesige Fuhre Sand abgekippt wurde, hielten das einige Malchiner bereits für den Start der Marktplatz-Sanierung. Doch der Sand sollte nur der Strandbar bei der Stadtparty den richtigen Flair geben und wurde am Montag gleich wieder abgefahren. Schade eigentlich, meinte ein Malchiner, denn der Kies fülle doch wunderbar die zu groß geratenen Fugen des Kopfsteinpflasters aus. Was so manchen Stadtfest-Besucher aber noch viel mehr ärgerte: Malchins Marktplatz hat kaum etwas Grünes zu bieten. "Das erzählen Sie mal dem Denkmalschutz", reagiert Bürgermeister Jörg Lange auf solche Kritiken. Blumen oder andere Pflanzen auf dem Marktplatz seien nun einmal nicht typisch für den historischen Marktplatz. Nur komisch, dass die Denkmalexperten in anderen Städten wie etwa Neukalen da offenbar nicht ganz so strenge Maßstäbe anlegen.

Einen Lichtblick kann der Bürgermeister dann aber doch geben. In der ersten Augusthälfte soll nun nämlich eine Fahrbahnhälfte in der Straße am Markt gesperrt werden. Hier wird dann die seit langem angekündigte Einbahnstraße eingerichtet. Dann soll diese Flaniermeile auch mit Blumenkübeln aufgewertet werden. Und wem August zu spät ist: Einen kleinen Farbtupfer gibt es am Markt ja auch jetzt schon und da geht das Rathaus wirklich einmal mit gutem Beispiel voran. Die Stadt zeigt in ihren Pflanzkästen am Balkon den vollen Kontrast zum grauen Kopfsteinpflaster. Dagegen fällt dann wohl auch den Denkmalschützern nichts mehr ein.