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Ob Feliks Büttner ihr eine Lok malt?

Von unserem RedaktionsmitgliedSimone PagenkopfSo ein bisschen hat die Teterower Galeristin ihr Herz an den Bahnhof schon verloren. Auch wenn ihr neues Domizil ...

Zumindest den Platz für sein Bild im ehemaligen Empfangsgebäude des Bahnhofs haben sich Sylvia Henschel und Feliks Büttner schon mal ausgeguckt.  FOTO: Simone Pagenkopf

Von unserem Redaktionsmitglied
Simone Pagenkopf

So ein bisschen hat die Teterower Galeristin ihr Herz an den Bahnhof schon verloren. Auch wenn ihr neues Domizil noch Baustelle ist.

Teterow.„Mit zwölf Quadratmetern haben wir mal angefangen. Jetzt werden es 250. Das ist eine Herausforderung und wird spannend.“ Sylvia Henschel steht mitten in der einstigen Bahnhofshalle. Noch haben hier die Bauleute das Sagen. Gedanklich ist die Galeristin aber schon am Einrichten. „Gleich hier in den großen Ausstellungsraum kommt eine Sitzecke, damit Besucher auch gemütlich verweilen können. Zur Rechten kommt unser Verkaufsraum, in dem wir auch Rahmungen anbieten, und ein Büro. Vor allem aber bekommen wir viel mehr Platz für unsere Ausstellungen, können dann nicht nur großformatige Bilder, sondern auch Skulpturen zeigen. Farblich werden wir Fußboden und Wände sehr ruhig halten. Wir haben die Kunst, sie ist die Lebendigkeit.“ Der Maler Clemens Gröszer, der gemeinsam mit Susanne Rast die erste Ausstellung im neuen Domizil der Teterower Galerie ab
9. August gestaltet, hat sich übrigens selbst schon im Bahnhof umgeschaut. Nicht minder begeistert ob des Platzes als Sylvia Henschel selbst. „Wir freuen uns auf den Umzug“, sagt sie. Der dritte übrigens, ins vierte Domizil. Hat sich die Galerie auf diesem Weg zuerst von ihrem Beinamen „Kleine“ getrennt, streicht sie dann auch den Zusatz „Am Kamp“ aus ihrem Namen und heißt künftig schlicht „Galerie Teterow“.
Auch mit ihrem eigenen Namen „spielt“ die Galeristin angesichts des Bahnhofs. „Durch Zufall habe ich im Internet die Henschel-Werke entdeckt“, erzählt sie schmunzelnd und fügt hinzu: „Die haben Lokomotiven gebaut.“ Im Jahr 1810 waren die Henschel-Werke in Kassel gegründet worden. Zu den bedeutendsten Lokomotiven aus Kassel zählt die 1898 gelieferte weltweit erste Heißdampflokomotive. 1905 wurde die erste elektrische Lokomotive gebaut, 1910 die erste Henschel-Lok mit Vergasermotor, ist unter anderem im Internet nachzulesen. Wenn das nicht passt? Mit einem Augenzwinkern hakt sich Sylvia Henschel bei Feliks Büttner ein. Der Maler und Grafiker eröffnet heute seine Ausstellung in der Teterower Galerie (der Nordkurier berichtete). Und er malt während der Vernissage. Ein Bild extra für die neuen Galerie-Räume im Bahnhof. Den Platz dafür haben sich Sylvia Henschel und Feliks Büttner schon mal ausgeguckt. „Vielleicht wird es ja eine Lok“, regt die Teterower Galeristin schon mal an, lässt dem Künstler aber natürlich freie Hand. Nur eins fügt sie noch an, einen Wunsch: „Wenn ich mal in Rente gehe, dass ich dieses Bild dann mitnehmen darf.“

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s.pagenkopf@nordkurier.de