Am Sonnabend ist Schluss:

Ola schickt den letzten Zug auf die Reise

Ab dem Wochenende wird die Deutsche Bahn ganz allein die Strecke zwischen Neubrandenburg und Güstrow fahren. Neue Züge will das Unternehmen erst ein Jahr später aufs Gleis bringen.

Ein Ola-Zug hält im Bahnhof von Malchin. Nach über zehn Jahren fährt am Sonnabend hier der letzte Blau-Weiße ab. Foto: Torsten Bengelsdorf
Torsten Bengelsdorf Ein Ola-Zug hält im Bahnhof von Malchin. Nach über zehn Jahren fährt am Sonnabend hier der letzte Blau-Weiße ab.

Wer noch einmal mit den Zügen der Ola durch die Region fahren möchte, der muss sich sputen. Am Sonnabend wird vom Malchiner Bahnhof um 21.45 Uhr die letzte Bahn der Ostseeland-Verkehrs GmbH (Ola) in Richtung Neubrandenburg aufbrechen. Nach über zehn Jahren ist dann Schluss für das Unternehmen auf der Strecke zwischen Neubrandenburg und Güstrow. „Viele Fahrgäste bedauern das natürlich“, berichtet Günter Werner, der auf dem Malchiner Bahnhof den Bahn-Reise-Service betreibt. Die Ola hatte nicht nur moderne Triebwagen aufs Gleis geschickt, sondern auch für mehr Service beispielsweise mit einem Imbiss und Getränken gesorgt. Auch dass stets ein Zugbegleiter dabei war, kam bei den Fahrgästen offenbar gut an.

Die Bahn will sich nun aber nicht lumpen lassen. Sie übernimmt ab Sonntag den gesamten Verkehr auf der durch die Region führenden Strecke. Alle von der Ola übernommenen Fahrten sollen weiterhin von Kundenbetreuern begleitet werden, die für Fragen, Auskünfte, Hilfe beim Ein- und Ausstieg sowie beim Fahrscheinkauf weiterhelfen, kündigt das Unternehmen an. Modernere Züge wie einige Fahrgäste hoffen, hat die Bahn aber noch nicht beschaffen können. Neue Dieseltriebwagen werden erst in einem Jahr auf der Strecke eingesetzt. Die seien dann aber auf dem modernsten Stand der Technik, verfügen über 110 Sitzplätze und zwei helle und freundliche Mehrzweckbereiche.

Vor allem für Rollstuhlfahrer sind die alten Züge der Bahn unkomfortabel. Die Bahn empfiehlt deshalb „Alternativrouten“ für Leute, die auf den Rollstuhl angewiesen sind. Um von Neubrandenburg nach Rostock zu kommen, könnte man über Stralsund fahren, weil es auf dieser Strecke geeignete Züge auch für Rollstuhlfahrer gebe. Es könne aber auch ein Rollstuhlhubgerät zum Einsatz kommen. Dafür muss man sich aber anmelden.

Mit dem Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag ändern sich nach Auskunft von Günter Werner die Abfahrtszeiten der Züge in der Region nur in einzelnen Fällen geringfügig. Es bleibt auch beim Stundentakt.

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