Hoher Schaden:

Orgel ist nicht mehr spielbar

Jetzt ist es raus: Dreiste Metalldiebe haben in der Schlieffenberger Dorfkirche so viele Orgelpfeifen geklaut, dass das Instrument nicht mehr zu gebrauchen ist.

So sieht die Orgel in der Schlieffenberger Kirche nicht mehr aus, denn Metalldiebe haben über 190 Pfeifen geklaut.
Eckhard Kruse So sieht die Orgel in der Schlieffenberger Kirche nicht mehr aus, denn Metalldiebe haben über 190 Pfeifen geklaut.

Der Schaden, den Diebe an einer alten Kirchenorgel in Schlieffenberg angerichtet haben, ist größer als vermutet. Statt geschätzter 70 seien sogar 190 Orgelpfeifen verschwunden, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Güstrow. Das habe ein Gutachter festgestellt. "Das sind etwa 90 Prozent der Metallpfeifen und damit ist die Orgel nicht mehr spielbar", sagte der Leiter des Mecklenburgischen Orgelmuseums Malchow Friedrich Drese. Der finanzielle Schaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt.

"Es war nicht der erste derartige Diebstahl in Mecklenburg", sagte Orgelfachmann Drese. Vor knapp zwei Jahren seien aus mehreren Kirchen in Westmecklenburg erst Wertgegenstände und dann in Vietlübbe (Kreis Ludwigslust-Parchim) auch Orgelpfeifen verschwunden. Dort habe man damals einen Täter fassen können, der inzwischen aber wieder auf freien Fuß sein soll.

Da es am Wochenende weitere versuchte Kircheneinbrüche an der Seenplatte gab, mahnte der Orgelexperte die Kirchgemeinden zu erhöhter Wachsamkeit. Orgelpfeifen bestehen in der Regel aus Zinn-Blei-Legierungen und werden mitunter auch auf Antikmärkten gehandelt.

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