Neues Argument:

Ortsumgehung: Malchin führt Polizei ins Feld

Der Antrag ist schon beim Verkehrsministerium, da ist der Stadtspitze noch etwas eingefallen: Sollte die aus Waren kommende L 202 tatsächlich verlegt werden, könnte das für das neue Malchiner Polizei-Revier von großer Bedeutung sein.

Hier müsste sich auch die Malchiner Polizei durchdrängeln. In der Warener Straße und am Schratweg ist es mit der bisherigen Landesstraße eng und für die Anwohner oft auch sehr laut.
Torsten Bengelsdorf Hier müsste sich auch die Malchiner Polizei durchdrängeln. In der Warener Straße und am Schratweg ist es mit der bisherigen Landesstraße eng und für die Anwohner oft auch sehr laut.

Die Polizei könnte das Zünglein an der Waage werden: Malchins Rathaus-Spitze ist jetzt offenbar ein weiteres wichtiges Argument eingefallen, warum die aus Waren kommende Landesstraße künftig an der Stadt vorbeiführen sollte. Wenn die Polizei im nächsten Jahr mit in das Gebäude des Finanzamtes am Schratweg zieht, könnte von hier aus eine Anbindung an die neue Landesstraße gebaut werden. Polizeifahrzeuge könnten dann von dem neuen Revier aus viel schneller beispielsweise auf die Bundesstraße 104 gelangen. Die Erreichbarkeit der Behörden-Gebäude am Schratweg gilt bisher als problematisch. Die Polizei müsste für viele Einsätze erst durch die ganze Stadt fahren.

Die Stadt Malchin hat beim Schweriner Verkehrsministerium beantragt, die Landesstraße, die jetzt über den engen Schratweg und die Warener Straße führt, durch einen Neubau um das Wohngebiet herum zu ersetzen. Diese neue Trasse ist nun sogar schon im Entwurf des Flächennutzungsplanes mit aufgenommen.

Doch es gibt auch Skepsis. „Wir wollen mal hoffen, dass da nicht all zu große Kosten auf uns zukommen“, sagte in dieser Woche der Vorsitzende des Malchiner Bau-Ausschusses Lothar Soldwisch. Bei einem Neubau müsste die Stadt nämlich die alte Straße übernehmen und wäre damit für weitere 1200 Meter Fahrbahn verantwortlich.