Neue Perspektive:

Party im Kulturhaus macht Lust auf mehr

Fast ein Jahr lang blieben die Türen des Teterower Kulturhauses fest verschlossen. Doch jetzt bahnt sich ein Revival an. Zu Weihnachten kochte hier die Stimmung bei heißen Rhythmen. Und im nächsten Jahr soll es weitergehen. Doch was wird aus dem Verkauf?

Es geht weiter heißt es schon allzu lange an der Fassade. Doch ab Frühjahr soll tatsächlich wieder Leben im Teterower Kulturhaus pulsieren.
Eberhard Rogmann Es geht weiter heißt es schon allzu lange an der Fassade. Doch ab Frühjahr soll tatsächlich wieder Leben im Teterower Kulturhaus pulsieren.

Dass ihm der Nachtschlaf fehlt, ist Christian Lang an diesem Morgen anzusehen. Dennoch schaut der junge Mann zufrieden drein. „Alle waren gut drauf und haben sich gefreut, an vertrauter Stätte feiern zu können“, sagt er einen Tag nach dem Weihnachtstanz im Kulturhaus der Bergringstadt. Erst Anfang Dezember hatte er sich entschlossen, das ein Jahr lang verwaiste Haus für diese traditionelle Veranstaltung wieder zu öffnen. Die Nachricht muss sich wie ein Lauffeuer ausgebreitet haben. „Innerhalb von zwei Wochen waren alle Karten weg, ohne dass wir Reklame gemacht hatten. Besucher kamen selbst aus Rostock und Neubrandenburg.“

Immer wieder wird Christian Lang gefragt, wie’s denn nun weitergeht, mit dem Kulturhaus. Denn der verheißungsvolle Spruch auf dem Transparent an der Hausfassade „Es geht weiter“ ist älter als zwölf Monate. Er wird konterkariert von einer nicht zu übersehenden Verkaufsofferte für die Immobilie. „Priorität hat der Verkauf“, bekräftigt Christian Lang. Es gebe auch Interessenten, doch rechne er nicht mit einem baldigen Vertragsabschluss. Deshalb entschloss sich der junge Mann, den Saal wieder für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen.

Der Masterplan ist in Arbeit

Er denkt in zweierlei Richtungen. Wie er dieser Tage zu hören bekam, fehlt den Teterowern ein Veranstaltungssaal in der Stadt. „Mancher merkte eben erst, was das Kulturhaus bedeutet, als es nicht mehr zur Verfügung stand. Wir werden die Kooperation mit der Musikschule und der dortigen Tanzabteilung wieder beleben“, zeigt er seine Pläne auf. Andererseits seien die alten Drähte in die Szene des kulturellen Veranstaltungsmanagements noch nicht erkaltet.

„Allerdings starten wir nicht gleich morgen.“ Und das meint er fast wörtlich. Für die traditionelle Silvesterfeier war die Vorbereitungszeit zu knapp. Im Frühling soll’s aber losgehen. „Es ist doch noch einiges zu tun. Wir haben noch etliches an Renovierungsarbeiten vor uns. Ein bisschen aufpeppen möchten wir das Haus schon. Und wie ich jetzt merkte, ist es auch gar nicht so einfach, kurzfristig Personal zu engagieren“, bekennt Lang. Noch arbeite er an seinem Masterplan 2015.

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