Abgesagt:

Pastor wirft schon vor Dienstantritt hin

Seine Ernennungsurkunde hatte der Neue vom Bischof schon erhalten. Doch nun sagt der Pfarrer der Kirchengemeinde Klaber plötzlich ab. Der Geistliche bleibt lieber in Rheinland-Pfalz.

Das Pfarrhaus in Klaber wird weiterhin unbewohnt bleiben. Hier ist nur das Gemeindebüro untergebracht.
Eckhard Kruse Das Pfarrhaus in Klaber wird weiterhin unbewohnt bleiben. Hier ist nur das Gemeindebüro untergebracht.

Nach der frohen Weihnachtsbotschaft kam jetzt die bittere Enttäuschung für die Kirchengemeinde Klaber. Pastor Johannes Werle, der im Juni von Rheinland-Pfalz nach Mecklenburg kommen wollte, hat überraschend abgesagt. „Das ist überhaupt nicht schön und sehr enttäuschend für alle“, sagt die Kirchengemeinderatsvorsitzende Hella von Wedemeyer.

Denn die Gläubigen hatten sich nach zweieinhalb Jahren Vakanzzeit und einer aufreibenden Suche nach einem neuen Geistlichen riesig gefreut, dass die gemeinsame Pfarrstelle für Klaber und Serrahn endlich wieder besetzt wird.

Guter Rat braucht viel zu lange

In der Kirchengemeinde – zu der auch Groß Wokern gehört – ist man vor allem deshalb so enttäuscht, weil Johannes Werle schon eine feste Zusage gegeben und auch die Ernennungsurkunde vom Bischof bereits in der Tasche hatte. Sogar der Termin für den Einführungsgottesdienst war schon in den Kalender eingetragen. „Es ist ein Gefühl, als ob die Braut vor dem Altar stehen gelassen wird“, sagt Hella von Wedemeyer. Doch der Pfarrer habe familiäre Gründe angegeben, die ihn zu seinem Rückzug vom Umzug nach Mecklenburg veranlassen.

In diesen Tagen werden sich die Vorstände der beiden Kirchgemeinden wieder zu einer gemeinsamen Sitzung treffen. So wird die Vakanzzeit erst einmal andauern. Der Gemeinderat habe nun die schwere Aufgabe, die ehrenamtlichen Helfer wieder zu motivieren. Für alle sei es ein großer Aufwand, das Leben in der Gemeinde aufrechtzuerhalten, wenn diese keinen festen Pastoren hat.

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