Ausbau Koesters Eck:

Pfusch-Holz am Hafen muss wieder raus

Schön billig musste es sein, um vor gut 15 Jahren an Fördermittel für die Uferbefestigungen auf "Koesters Eck" zu kommen. Nun muss das minderwertige Holz schon wieder ausgetauscht werden. Doch das hat auch sein Gutes: Der Hafen wird  jetzt richtig schick.

Vom Saison-Start ist noch nicht viel zu sehen auf "Koesters Eck". Doch schon bald dürften die ersten Freizeitkapitäne hier wieder festmachen. Ab Herbst soll der Hafen saniert und ausgebaut werden. Foto: Carsten Büttner
Carsten Büttner Vom Saison-Start ist noch nicht viel zu sehen auf "Koesters Eck". Doch schon bald dürften die ersten Freizeitkapitäne hier wieder festmachen. Ab Herbst soll der Hafen saniert und ausgebaut werden. Foto: Carsten Büttner

Mit so viel Ehre hatte der Malchiner Clemens Kölzow gewiss nicht gerechnet. Vor einigen Jahren verhinderte er mit seinem Einspruch gerade noch so, dass der zur Bahnstrecke reichende Stichkanal auf „Koesters Eck“ einfach zugeschüttet wird. Seitdem nennen die Stadtväter den „toten Arm“ der Ostpeene respektvoll „Kölzow-Kanal“.

Inzwischen ist man im Rathaus auch ganz froh darüber, dass man in dem Streit damals nachgegeben hat. Denn nun gibt es große Pläne für den Kölzow-Kanal: Hier sollen neue Liegeplätze entstehen, zehn bis zwölf an der Zahl, so dass Malchins Tourismushafen künftig auf über 40 Anlegeplätze kommen würde. Der Kölzow-Kanal dürfte wohl dann die begehrtesten Liegeplätze bieten, nahe an der Innenstadt.

Billiges Baumaterial kommt teuer zu stehen

Dass „Koesters Eck“ in diesem Jahr erstmals nach dem Bau des Wasserwanderrastplatzes erweitert wird, hat eigentlich aber einen ganz anderen Grund. Nach gut 15 Jahren sind die Uferbefestigungen schon wieder völlig verrottet. Das Auf und Ab des Peenewassers hat dem Holz arg zugesetzt. Und trotzdem: Nach nur 15 Jahren soll schon wieder alles erneuert werden?

„Das hat einen einfachen Grund“, gesteht Bürgermeister Jörg Lange (parteilos) ein. Im Jahr 2000 war nämlich auf „Koesters Eck“ nur minderwertiges Holz verbaut worden. Ein Nadelholz, wahrscheinlich Fichte, das Wasser eben nicht lange standhält. Warum das denn? „Wir hätten auch vernünftiges Baumaterial verwenden können. Doch um Fördermittel zu bekommen, mussten wir das billigere nehmen“, berichtet der Bürgermeister. Es sei damals das Ziel der Landespolitik gewesen, so viele Tourismushäfen wie möglich zu fördern. Und da reichte die Kohle eben nur für einfaches Holz.

Koesters Eck bekommt Tiefgang

Dafür hält Malchin nach 15 Jahren jetzt schon wieder die Hand auf: Förderanträge für den Ausbau des Hafens sind bereits verschickt. Die Stadt rechnet mit einem 90-prozentigen Zuschuss für die etwa 1,2 Millionen Euro teure Investition. „Alles wird danach etwas schicker werden“, stellt sich Malchins Hafenmeister Reinhard Dorn vor. So soll etwa der Kanuverein am Wasser eine drei mal fünf Meter große Ausbuchtung mit einem Extra-Steg bekommen.

Und auch ausgebaggert werden soll der Hafenbereich von „Koesters Eck“. Und das gleich ziemlich kräftig. Von derzeit etwa 70 Zentimeter soll die Wassertiefe auf 1,70 Meter gebracht werden, sagt Hafenmeister Dorn. Statt Holz wird bei den Spundwänden jetzt gleich Stahl genommen. Haltbarkeit: mindestens 50 Jahre.

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