Klage eingereicht:

Pfusch-Rasen landet vor Gericht

Die Stadt Gnoien hat ihre Ankündigung wahr gemacht und möchte nun endgültig Klärung, was die Sportplatz-Misere angeht.

Der Sportplatz ist gerade einmal vier Jahre alt und schon ein Sanierungsfall.
Torsten Bengelsdorf Der Sportplatz ist gerade einmal vier Jahre alt und schon ein Sanierungsfall.

Das Ergebnis war erschreckend: Mit kleineren Reparaturen ist es nicht getan. Der vor gut vier Jahren neu angelegte Sportplatz muss wohl schon wieder erneuert werden. Zu diesem Schluss war zu Jahresbeginn ein Gutachten gekommen. Stadtväter und Sportverein waren sich daraufhin im März schnell einig geworden: Gnoien will wegen seines verpfuschten Sportplatzes vor Gericht ziehen.

Jetzt ist die Klage eingereicht, bestätigte Bürgermeister Lars Schwarz (CDU) am Freitag gegenüber dem Nordkurier. „Wir mussten jetzt handeln, weil demnächst bestimmte Fristen ablaufen“, so Schwarz. Die Klage richte sich gegen die Baufirma sowie den Planer bzw. Architekten.

Das Problem mit dem Rasen: An mehreren Stellen läuft das Wasser nach Regenfällen nicht ab. Fußballer berichten immer wieder, dass sie nach einem stärkeren Regenguss wie auf einem schwimmenden Rasen kicken würden. Das Gutachten kam denn auch zu dem Schluss, dass der Sportplatz-Boden kaum Wasser durchlasse.

Ziel der Klage sei es jetzt festzustellen, wer Schuld an diesem Zustand hat. Die Stadt erwartet dann laut Bürgermeister einen finanziellen Ausgleich oder eine Nachbesserung. Auf den Spielbetrieb hat die Klage aber keine Auswirkungen.