Unfallserie erschüttert Region:

Pkw-Beifahrerin stirbt nach Crash mit Laster

Die Rettungsstelle der Neubrandenburger Klinikums konnte eine schwer verletzte Frau nicht mehr retten. Sie verstarb am Dienstag. Sie hatte in einem Pkw gesessen, der auf derL 20 bei Neukalen gegen einen Laster geknallt war. Auch ein weiterer Lkw-Unfall beschäftigte die Polizei.

Die Beifahrerin dieses Autos erlag im Klinikum ihren Verletzungen. Der Pkw war zwischen Neukalen und Gülitz gegen einen Laster geknallt.
Eckhard Kruse Die Beifahrerin dieses Autos erlag im Klinikum ihren Verletzungen. Der Pkw war zwischen Neukalen und Gülitz gegen einen Laster geknallt.

Heinz Radloff hatte den Tod schon vor Augen. Als der selbstständige Lasterfahrer aus Sanitz den Pkw Golf zwischen Neukalen und Gülitz auf sich zukommen sah, dachte er, dass sein letztes Stündlein geschlagen hat. Er überlebte den Unfall am Dienstag, hatte nicht einmal einen Kratzer. Wohl aber einen Schock. Radloff schaut auf seinen vollkommen verbogenen und im Vorderteil demolierten Laster. Er kann froh sein, dass er in seinem Lkw so hoch sitzt.

Diesen Vorteil hatten eine 72-Jährige und ein 75-Jähriger aus Demmin um 13.43 Uhr nicht. Sie saßen viel tiefer in ihrem VW Golf und erlebten so die volle Wucht des Zusammenpralls beider Fahrzeuge. Sie mussten schwer verletzt aus dem Auto geborgen und in Kliniken nach Neubrandenburg und Rostock gebracht werden. Die 72 Jahre alte Frau erlag am Nachmittag in Neubrandenburg ihren Verletzungen, teilte die Polizei mit.

„Das Auto kam frontal auf mich zu“, schilderte Heinz Radloff. Einen Grund dafür konnte er nicht erkennen. Er weiß nur, dass keine weiteren Autos auf der Strecke waren und die Straße zwischen den beiden Kurven einigermaßen gerade ist. Der Fuhrunternehmer legte ein Vollbremsung hin. Den heftigen Aufprall konnte er damit aber nicht mehr verhindern. Vom Vorderteil des Pkw blieb nicht mehr viel übrig. Und dann fing das Auto auch noch zu brennen an. „Wir haben versucht, die Frau und den Mann herauszubekommen“, erzählte Radloff. Doch das missglückte, weil die Türen verbogen waren. Löschen und Rettung übernahmen dann die Kameraden der Feuerwehr. Der übrige Verkehr musste solange warten.

Der mit Leergut beladene Laster von Heinz Radloff blieb indes ohne Brandspuren. Er hatte ihn geistesgegenwärtig und trotz aller Fahrzeugschäden ein paar Meter zurück setzen können. Dennoch ist der Schaden an beiden Fahrzeugen riesengroß, teilte die Polizei mit. Sie schätzt ihn auf 82 000 Euro.

Aber das war nicht der einzige Lkw, der am Dienstag in der Mecklenburgischen Schweiz in einen Unfall verwickelt war. Denn gegen 11.45 Uhr hatte es bereits auf der B 104 zwischen Malchin und Stavenhagen gekracht. Ein Laster war bei Scharpzow in die völlig aufgeweichten Fahrbahn-Bankette geraten und dann gegen einen Straßenbaum geprallt. Der Fahrer blieb unverletzt. Zur Bergung musste die B 104 bis in die Abendstunden voll gesperrt werden. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf12 000 Euro.

 

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