Stavenhagener Marktplatz:

Planschbecken soll jetzt Familien locken

Die Verwaltung und der Planer sind auf die unzufriedenen Stavenhagener Bürger zugegangen. Zwischen Markt und Boulevard sollen bei der Neugestaltung von 19 Bäumen jetzt 12 stehenbleiben. Dazu spricht Eckhard Kruse mit dem Bauamtsleiter David Schacht.

Anfang August diskutierten Bürger mit Stadtverwaltung, Planer und Stadtvertretern über die Umgestaltung. Einige Bäume konnten sie noch vor der Säge retten.
Eckhard Kruse Anfang August diskutierten Bürger mit Stadtverwaltung, Planer und Stadtvertretern über die Umgestaltung. Einige Bäume konnten sie noch vor der Säge retten.

Was hat den Ausschlag gegeben, dass jetzt deutlich mehr Kugelahornbäume stehen bleiben als zuerst geplant?

Bei so öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen wie der Umgestaltung des Marktplatzes war es der Stadtverwaltung besonders wichtig, einen möglichst breit diskutierten und von den Bürgern der Stadt getragenen Plan umzusetzen. Unsere Zielstellung ist es, die Aufenthaltsdauer- und qualität im Bereich des Marktplatzes zu erhöhen, dabei soll der Markt jedoch auch zukünftig Möglichkeiten für Großveranstaltungen bieten. Als Diskussionsgrundlage wurde im Mai ein erster Entwurf im Bauausschuss beraten und im Amtsblatt sowie auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht. Dieser Entwurf wurde im Juni in einer ersten öffentlichen Diskussionsrunde vorgestellt und den Stadtvertretern und interessierten Bürgern erörtert. Von vielen Bürgern wurde gefordert, bei der Umgestaltung möglichst viele Kugelahornbäume zu erhalten. Diese Forderung wurde in den weiteren Entwürfen berücksichtigt. In der zweiten öffentlichen Diskussionsrunde ging es darum, den veränderten Planentwurf zu erörtern und eine möglichst breite Zustimmung in der Bevölkerung zu erreichen. Mit dem finalen Plan halte ich dieses Ziel für erreicht!

Anwohner befürchteten, dass es mit der Umgestaltung der grünen Oase zu wenige Schattenspender im Stadtzentrum geben wird. Wie schätzen Sie das ein?

Die Ahornbäume und auch die Anzahl der Plätze entlang der Malchiner Straße werden erhalten bleiben, so dass auch zukünftig ausreichend schattige Sitzmöglichkeiten vorhanden sein werden.

Das Umweltamt des Landkreises hatte eingeschätzt, dass die Bäume sich gegenseitig das Licht nehmen. Einige wurden als krank bewertet. Ein Rückschnitt wurde als schwierig eingestuft. Kann es mit solchen Voraussetzungen überhaupt gelingen, die Kugelahornbäume zu erhalten?

Für die Kronenpflege der Kugelahorne ist es geplant, Fachunternehmen zu beauftragen, die in mehreren Schritten zunächst Auslichtungsschnitte vornehmen. Diese Maßnahmen werden bereits im Spätherbst durchgeführt, um den Bäumen Kraft für den Austrieb zu geben. In Kombination mit der teilweisen Auslichtung des Bestandes wird den verbleibenden Bäumen ausreichend Licht und Platz zur weiteren Entwicklung gegeben.

Welche Maßnahmen sind bei der Marktgestaltung noch geplant?

Rund um den Raben-Brunnen soll ein kleines Planschbecken geschaffen werden, um hier einen Anziehungspunkt für Kinder und Familien zu schaffen. Zudem sind eine neue Wegeführung und die Begrünung der Garagenrückwand geplant. Im Bereich der Parktaschen auf dem Marktplatz sind grüne Pflanzinseln für Blumen und Stauden angedacht und vor dem Neubau am Markt sind wieder Sitzmöglichkeiten vorgesehen. Vor der Raiffeisenbank soll eine einzelne, Stadtbild prägende Eiche gepflanzt werden, um einen grünen Akzent an der Ecke zur Neubrandenburger Straße zu setzen.

Wann soll die Umgestaltung beginnen?

Die Bauarbeiten werden nach erfolgter Ausschreibung im Oktober beginnen und je nach Wintereinbruch bzw. – ende spätestens im Mai 2014 abgeschlossen sein.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung