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Polizei schnappt mutmaßlichen Brandstifter

Endlich ein Durchbruch im Fall des Feuerteufels von Jürgenstorf? Durch viele Befragungen kommen die Ermittler einem 25-Jährigen auf die Spur. Er soll ein Feuer bei Hungerstorf gelegt haben.

Der Verdächtige gestand nur, dass er eine Strohmiete zwischen Hungerstorf und Clausdorf angezündet hat.
dpa Der Verdächtige gestand nur, dass er eine Strohmiete zwischen Hungerstorf und Clausdorf angezündet hat.

Lange hatte die Polizei keine heiße Spur. Doch nun haben die Kriminalisten aus Neubrandenburg im Bereich Jürgenstorf endlich einen ersten Brandstifter festnehmen können. Nach über einem Jahr Ermittlungen ging der Kripo ein 25 Jahre alter Mann aus den Dörfern rund um Jürgenstorf ins Netz. Das teilte Andreas Scholz, Sprecher des Polizeipräsidiums in Neubrandenburg, am Montag mit.

Dabei soll es sich aber immer noch nicht um den Feuerteufel handeln, der zweimal auf dem Gut Jürgenstorf, in Rützenfelde und Zettemin Brände legte und damit die ganze Region in Angst und Schrecken versetzte. Denn wie Andreas Scholz informierte, gestand der junge Mann bei der Vernehmung in Neubrandenburg nur, dass er eine Strohmiete zwischen Hungerstorf und Clausdorf angezündet hat. Das war am 5. Juni dieses Jahres. 70 Strohballen waren damals abgebrannt. Die Polizei schätzte den Schaden auf etwa 5000 Euro.

Tipp durch Plakat-Aktion

Den Tipp, der zur Vernehmung des 25-Jährigen führte, hatte die Polizei durch ihre Plakat-Aktion in Jürgenstorf, Pribbenow, Zettemin und Rützenfelde bekommen, teilte Andreas Scholz weiter mit. Vor allem die folgende intensive Befragung aller Einwohner in diesen Orten hatte die Beamten auf die richtige Spur gebracht. Am vergangenen Freitag kam dann das Geständnis.

Dass der Tatverdächtige auch die vielen anderen Feuer rund um Jürgenstorf gelegt hat, schließt die Polizei erst einmal aus. Nach jetzigem Ermittlungsstand wird davon ausgegangen, dass der junge Mann nicht mit den weiteren Bränden im Bereich Jürgenstorf in Zusammenhang zu bringen ist. Er wurde nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Amtsbereich Malchin war zwar nur durch dieses eine Feuer in die Brandserie einbezogen. Dirk Giese, Amtswehrführer im Amt Malchin, ist dennoch sehr erleichtert, dass die Polizei den Täter geschnappt hat. 

„Die Ermittlungen zu den anderen Bränden werden weiter gehen“, sagte Andreas Scholz.

 

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