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Radler erst Opfer, dann Täter

Ein Teterower Radfahrer hat im dortigen Polizeirevier eine Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Kurz danach handelte er sich selbst ein Verfahren ein, weil er nicht auf die Beamten hörte.

Die Teterower Polizei hatte mit einem Radfahrer gleich zweimal an einem Abend zu tun.
Patrick Seeger Die Teterower Polizei hatte mit einem Radfahrer gleich zweimal an einem Abend zu tun.

Das ging nach hinten los: Eigentlich wollte er anzeigen, dass er verprügelt worden sei. Dann aber wendete sich das Blatt gegen ihn. Die Polizei stellte nämlich fest, dass der junge Mann, der zu ihnen ins Teterower Polizeirevier gekommen war, das unter Alkohol getan hatte – mit dem Fahrrad. Nachdem die Teterower Beamten seine Anzeige wegen Körperverletzung aufgenommen hatten, empfahlen sie dem knapp 30-Jährigen, seinen Drahtesel besser nach Hause zu schieben.

Der aber hatte es offensichtlich eilig. Denn die Polizisten haben ihn auf dem Heimweg fahrend erwischt, in der von-Pentz-Allee. Und der Radler hatte offenbar mehr als ein Radler getrunken – 1,8 Promille stellte man bei ihm fest. Hätte er einen Führerschein gehabt, wäre er diesen los geworden, sagte ein Teterower Polizist. Jetzt läuft gegen den, der eigentlich nur eine Anzeige aufgeben wollte, selbst ein Verfahren – wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss. Das Ganze spielte sich am Dienstagabend gegen 22  Uhr ab.