Radweg:

Radweg am Malchiner See bald komplett

Als lebensgefährlich kritisieren Einheimische wie Urlauber es für Radfahrer, die L 20 am Südufer des Malchiner Sees zu benutzen. Nun sollen sie ihre eigene Trasse erhalten.

Radwege gehören in Mecklenburg-Vorpommern zum Muss einer touristischen Entwicklung.
             
Bernd Wüstneck Radwege gehören in Mecklenburg-Vorpommern zum Muss einer touristischen Entwicklung.  

Die Beharrlichkeit der Interessengemeinschaft „Pro Malchiner See“ scheint von Erfolg gekrönt. Seit Jahr und Tag fordern die darin vereinigten Bürger den Lückenschluss eines Radwegs entlang der Landstraße 20 zwischen Basedow und Malchin. Jetzt gibt Dahmens Bürgermeister Klick offiziell bekannt, dass der Trassenverlauf für einen solchen Weg stehe. „Nach Rücksprache mit dem Straßenbauamt Güstrow sind wir zuversichtlich, dass der Bau im nächsten Jahr in Angriff genommen wird.“ Wenn Klick wir sagt, meint er nicht nur die involvierten Gemeinden Basedow und Dahmen, sondern ebenso die Norddeutsche Bauernsiedlung. Die Gesellschaft managed das dort laufende Bodenordnungsverfahren. Im Zuge dieses Verfahren hat man sich auf einen Trassenverlauf für den Radweg geeinigt.

Den beschreibt Bürgermeister Klick wie folgt: „Von Dahmen bis Rothenmoor wird er entlang der Landesstraße führen. Er schlägt einen Bogen um die Schmiede Rothenmoor und das dortige geschützte Habitat. Dann biegt er links ab Richtung Malchiner See zur Hüttenkoppel. Von dort geht es über die bestehende Zufahrt nach Seedorf und weiter entlang der  L 20 bis zum Abzweig Basedow. Bis hier reicht der schon in den 1990er Jahren gebaute Radweg von Malchin.“ Für diese Trasse macht Klick gleich mehrere Vorteile geltend. „Wir brauchen nicht durch ein Waldstück mit schwierigem Terrain. Das hätte enorme Kosten verursacht.  Statt dessen können wir bestehende Wege nutzen. Außerdem sparen wir den Neubau einer Brücke über den Luplower Bach. Und auch für die Radfahrer ist diese Strecke sehr reizvoll, denn sie führt bei der Hüttenkoppel direkt an den See, wo es zudem eine Badestelle gibt.“ Ähnlich optimal sieht Ronald Normann, Leiter des Straßenbauamtes Güstrow, das Projekt. „Das Bodenordnungsverfahren ist ein Glücksfall. Da können deutlich Kosten eingespart werden.“ Aus seiner Sicht sind allerdings noch einige Fragen zu klären, sodass voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte 2014 mit dem Bau begonnen werden könne.

Wie dem auch sei, mit dem Lückenschluss wird eine wichtige Masche im regionalen Radwegenetz geknüpft. Dann ist nämlich auch ein Rundweg um den Malchiner See komplett. Erst dieser Tage wurde ein weiteres Teilstück fertiggestellt: Der Weg zwischen Schorssow und Dahmen.