Baupläne sorgen in Malchin für Unmut:

Raubt neuer Supermarkt Anliegern den Schlaf?

Das Unternehmen Rewe will im nächsten Jahr in Malchin groß bauen. Doch was jetzt an Planungen bekannt wurde, lässt einige Alarmglocken schrillen.

Rewe und Aldi sind in der Malchiner Lindenstraße noch Nachbarn. Doch Aldi zieht sich hier zurück, dann will Rewe das ganze Terrain übernehmen.
Torsten Bengelsdorf Rewe und Aldi sind in der Malchiner Lindenstraße noch Nachbarn. Doch Aldi zieht sich hier zurück, dann will Rewe das ganze Terrain übernehmen.

Die Baupläne für einen neuen Rewe-Markt in der Lindenstraße stoßen in Malchin nicht nur auf Begeisterung. Seitdem im Rathaus ein Entwurf des neuen Marktgebäudes auf dem Tisch liegt, macht man sich hier große Sorgen um das benachbarte Wohngebiet. Hier könnte es ziemlich laut werden. Rewe will so bauen lassen, dass sowohl der Kühlbereich als auch die Lieferzone auf der Seite der Wohngebäude entstehen. Das würde vor allem in den frühen Morgenstunden, wenn der Markt beliefert wird, zu einer erheblichen Lärmbelästigung führen, hieß es auf der jüngsten Sitzung des Malchiner Bau-Ausschusses. „Die Kühlzeile würde direkt in Richtung Schlafzimmer zeigen“, befürchtet Ausschussvorsitzender Lothar Soldwisch. Der Vorschlag des Bau-Ausschusses: Den geplanten Markt einfach drehen, sodass Lieferzone und Kühlbereich nicht an Wohnhäuser grenzen.

Rewe will in der Lindenstraße einen großen Flachbau errichten und damit seinen bisherigen Markt hier ablösen. Mit den Bauarbeiten soll in der zweiten Jahreshälfte 2016 begonnen werden. Zunächst muss noch der Mietvertrag für den benachbarten Aldi-Markt ablaufen. Das wird laut Information aus dem Bau-Ausschuss am 30. Juni 2016 sein. Aldi zieht sich aus Malchin zurück. Beide Marktgebäude sollen dann abgerissen werden und damit Platz für einen größeren Markt machen. Unklar ist offenbar noch, ob und wie Rewe während der Bauarbeiten in Malchin die Kunden weiter bedient. Im Gespräch ist dazu auch eine Übergangs-Verkaufsstelle.

Der neue Rewe-Supermarkt sehe auf den Plänen ein bisschen wie das Flughafen-Gebäude in Berlin-Schönefeld aus, meinte Bürgermeister Jörg Lange: „Ich glaube aber, das in Malchin wird eher fertig werden.“

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