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Rechtes Geschmiere in der City

Malchin/Güstrow.Mehr als 50 Graffiti mit rechten Parolen sind auf Gehwegen in der Malchiner Innenstadt entdeckt worden. Unbekannte hatten die Sprüche ...

Malchin/Güstrow.Mehr als 50 Graffiti mit rechten Parolen sind auf Gehwegen in der Malchiner Innenstadt entdeckt worden. Unbekannte hatten die Sprüche offenbar in der Nacht zum Montag mit schwarzer Farbe aufgesprüht. Betroffen waren u. a. die Stein-, Mühlen- und Teichstraße sowie der Markt. Mitarbeiter des Ordnungsamtes veranlassten inzwischen das Beseitigen der Schmierereien. Der polizeiliche Staatsschutz nahm Ermittlungen auf. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 0395 5582-2223.
Rechte Parolen waren am zurückliegenden Wochenende in mehreren Orten des Landes aufgetaucht, darunter auch in der Kreisstadt Güstrow. Vermutlich rechtsextreme Täter hatten hier in der Nacht zum Samstag das Wohnhaus des parteilosen Güstrower Bürgermeisters Arne Schuldt mit einer Parole gegen das geplante Asylbewerberheim beschmiert. „Lichtenhagen kommt wieder“ stand an der Hauswand. Das Asylbewerberheim soll in Kürze bezogen werden.
Am Sonntagnachmittag zogen nach Angaben der Polizei drei Vermummte durch Güstrow, brachten rund 200 Aufkleber an Regenfallrohren oder Verkehrszeichen an. Etwa 60 Aufkleber wandten sich gegen das Asylbewerberheim, die anderen hatten rechte Parolen zum Inhalt. Für Schuldt ist klar, dass er weiter die Ansiedlung des Asylbewerberheimes unterstützt.
Er fühle sich durch die Schmierereien nicht bedroht. „Ich bin kein ängstlicher Mensch“, sagte er.tb/dpa