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Reisebus sitzt in der Gasse fest

Auf Abwege ist ein Reisebus im Stadtzentrum von Teterow geraten. Statt auf den ausgewiesenen Busparkplatz am Grünen Weg fuhr der Falschfahrer in eine Sackgasse. Er ist nicht der Erste, der am Ende der Straße ratlos stehen blieb.

Das wurde schwierig. Denn ein Reisebus steckte am Ende der Großen Knickhäger Straße in Teterow fest. Die Befreiung war gewagt.
Eberhard Rogmann Das wurde schwierig. Denn ein Reisebus steckte am Ende der Großen Knickhäger Straße in Teterow fest. Die Befreiung war gewagt.

Verwunderte Blicke hat ein Reisebus auf sich gezogen, der am Sonnabendvormittag die Malchiner Straße im Stadtzentrum Teterows kreuzte und in die Große Knickhäger Straße rollte. Das Winken eines Passanten konnte die Reisegesellschaft aus Sachsen nicht aufhalten. Resigniert gab der Teterower auf, wohl wissend, was passieren würde. Knapp zweihundert Meter weiter sah auch der Busfahrer seinen Irrtum ein: Nichts ging mehr. Die Einmündung auf die Östliche Ringstraße ist für Fahrzeuge dieser Größenordnung nicht geschaffen. Wenn auch die Häuschen dort durchaus im zeitgemäßen Design grüßen, die Enge der Straße datiert aus dem Mittelalter. Zwei, drei Einheimische trugen ihre Hilfe an. Zwei Optionen stehen zur Wahl: Entweder die Straße rückwärts wieder hoch. Wobei zweifelhaft ist, ob das Abbiegen in die Malchiner Straße wirklich gelingt. Oder der Versuch, nach rechts in die Ringstraße zu stoßen.  Da ginge es nur über den Gehweg, zwischen Hauswand und Poller zu manövrieren. Nach kurzem Kriegsrat wurde letzteres favorisiert. Mit Handzeichen winkten zwei Männer das Ungetüm durchs Nadelöhr. Zuschauer klatschten Beifall, doch den wird die Busgesellschaft wohl schon nicht mehr gehört haben.

Es ist nicht der erste Irrläufer dieser Art, der trotz Navigationsgerät auf Abwege kam. Vielleicht sollte doch gleich eingangs der Straße ein entsprechendes Warnzeichen aufgestellt werden, wie es schon mal in der Diskussion war, meinen mehrere Straßenanlieger nach dem erneuten Vorfall.

Kommentare (1)

Das Problem mit den immer mal wieder in engen Strassen oder Sackgassen steckenbleibenden Bussen und LKW rührt zu einem Teil auch aus dem Geiz der Betreiber her, ein extra für diese Fahrzeuge ausgelegtes und damit teures Navigationssystem zu benutzen. Stattdessen wird ein billiges PKW-Navi verwendet und in dessen Kartenmaterial sind solche kritischen Stellen eben nicht gespeichert.