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Retter zwischen Trümmern und Autowracks

Im alten Malchiner Betonwerk trainieren die Rettungshunde regelmäßig. Diesmal rückte aber auch die Löschtruppe mit an.

Auch wie Personen aus einem Autowrack gerettet werden können, trainierten die Feuerwehrleute im alten Betonwerk.
Torsten Bengelsdorf Auch wie Personen aus einem Autowrack gerettet werden können, trainierten die Feuerwehrleute im alten Betonwerk.

An die Trümmer der alten Molkerei in der Nachbarstadt Neukalen können sich einige Malchiner Feuerwehrleute noch gut erinnern. Es war an einem März-Tag 2007, als die Malchiner nach einer Explosion den Neukalener Feuerwehrleuten zu Hilfe eilten. Der Verdacht damals: Unter dem Schuttberg könnte ein Mensch begraben sein.

An das Unglück dachte Malchins Feuerwehr-Chef René Giese, als er mit seinen Leuten am Wochenende zu einer ganz besonderen Übung ausrückte. Im ehemaligen Betonwerk trainierten die Feuerwehrleute gemeinsam mit der Rettungshundestaffel „Vier Tore“ den Trümmer-Einsatz. „Wir wollen sehen, wie es abläuft, wenn bei einem Alarm die Hunde mit angefordert werden“, erklärte Giese. Realer als zwischen Ziegelsteinen und Betonresten des alten Werksgeländes kann eine Übung kaum sein. Feuerwehrleute suchten Zugänge zu den Trümmern, in denen sich eine Person versteckt hatte, die die Hunde suchen mussten.

Das ehemalige Betonwerk dient der Hundestaffel, die eine eigene Abteilung innerhalb der Malchiner Feuerwehr ist, etwa zwölf Mal im Jahr als Übungsgelände. Bei der Explosion in Neukalen waren die Hunde nicht mehr zum Einsatz gekommen. Die Feuerwehr selbst hatte damals die verkohlte Leiche des Molkerei-Besitzers entdeckt.