Förderung abgelehnt:

Rettung für Jugendklub rückt in weite Ferne

Vom Seenplatten-Landkreis wird es kein Geld geben für ein Malchiner Kinder- und Jugendbüro. Nun ist guter Rat teuer. Stehen die Mädchen und Jungs etwa schon in wenigen Wochen auf der Straße?

Volles Haus während einer Sitzung des Malchiner Sozialausschusses im Juli. Die Jugendlichen kamen und wollten wissen, wie es mit ihrem Klub weitergeht.
Simon Voigt Volles Haus während einer Sitzung des Malchiner Sozialausschusses im Juli. Die Jugendlichen kamen und wollten wissen, wie es mit ihrem Klub weitergeht.

Die Jugendlichen hatten es längst geahnt: Wenn zum Jahresende in ihrem langjährigen Klub in der Rudolf-Fritz-Straße die Lichter ausgehen, dann werden sie wohl auf der Straße stehen oder sich nur noch an Bushaltestellen treffen können. So wird es wohl auch kommen.

Dass nach dem Aus des Jugendklubs der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sofort ein Kinder- und Jugendbüro die jungen Leute auffängt, ist seit Donnerstagabend höchst unwahrscheinlich. Der Jugendhilfe-Ausschuss des Landkreises hat nämlich entschieden, dass er das Sozialwerk der Freikirche bei diesem Projekt nicht unterstützen wird. Das bedeutet: Der Seenplatten-Landkreis wird sich an der Finanzierung eines Malchiner Kinder- und Jugendbüros nicht beteiligen.

Der Antrag des Sozialwerkes sei „nicht förderfähig“, teilte eine Landkeis-Sprecherin mit. Gefördert werden könnten nur Projekte, die mit der Schule, der Ausbildung oder dem Beruf der jungen Leute in Verbindung stehen, hieß es weiter. „Natürlich bin ich jetzt sehr enttäuscht“, sagt die Geschäftsführerin Rica Düde-Grandke.

Ohne das Geld vom Landkreis sei das Projekt eines Kinder- und Jugendbüros nicht mehr umsetzbar. Immerhin sollte die Förderung etwa die Hälfte der gesamten Kosten abdecken. Es sollen mehrere zehntausend Euro gewesen sein, die das Sozialwerk beim Landkreis beantragt hatte. Dass für eine solche Summe jemand Anderes einspringt, ist wohl eher unwahrscheinlich. „Wir müssen jetzt mit der Stadt sprechen, ob es vielleicht noch andere Wege gibt“, meint Düde-Grandke.

 

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