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Rund um Teterow herrscht oft Funkstille

Neben dem großen Dorf Gielow im Amt Malchin gibt es viele weitere Lücken in der Mobilfunk-Versorgung der Mecklenburgischen Schweiz. Der Nordkurier zeigt sie auf. Er vergleicht die beiden Marktführer in puncto Netzabdeckung.

Alltag in Gielow und anderswo: Kein Netz. Das könnte sich zumindest in Gielow noch in diesem Jahr ändern.
Eckhard Kruse Alltag in Gielow und anderswo: Kein Netz. Das könnte sich zumindest in Gielow noch in diesem Jahr ändern.

Einwohner zählenden Dorf Gielow immer noch schmerzlicher Alltag. Trotz immer stärkeren Netzausbaus in allen möglichen Bandbreiten und Frequenzen herrscht in Gielow allzuoft Funkstille. So stellte es sich vor wenigen Tagen heraus. „Kein Netz“ steht dort in weiten Teilen des Ortes auf dem Display. So starren Bürgermeister, Unternehmer und Einwohner meist vergebens auf ihre Handys.

Doch die Gielower sind offenbar nicht die einzigen, die ein Lied auf dieses Problem singen können. Bei dem Dorf handelt es sich wohl um die größte Kommune, die immer noch zum Teil von der modernen Welt abgeschnitten ist. Ein Blick auf die Versorgungskarten der beiden Marktführer Telekom und Vodafone offenbart aber, dass es es noch viel mehr Lücken zwischen Gnoien, Teterow, Malchin, Stavenhagen, Dargun und Umland gibt.

Die Telekom hat beim Ausbau aber klar die Nase vorn. Rund um Gnoien und Stavenhagen ist hier die komplette Landkarte mit einem satten Pink belegt. Das bedeutet nichts anderes, als dass es in der niedrigsten Übertragungsgeschwindigkeit im gesamten Gebiet einen guten Empfang gibt. Gielow, Karstorf, Neu Basedow, Ludwigsdorf und Hagensruhm stechen klar aus dieser Färbung heraus. Hier läuft nichts oder nicht so viel. Ansonsten steht die Telekom schon ziemlich gut da.

Gielow bleibt große Lücke

Deutlich mehr hat da noch Vodafone zu tun. Auch Gielow präsentiert sich hier als Lücke. Aber vor allem im Umland von Teterow sieht es nach viel Funkstille aus. Rund um Altkalen, Klein Wüstenfelde, Rey, Kleverhof, Granzow, Lüchow zeigen sich immense Löcher in der Netzabdeckung. Genauso wie rund um Küsserow, Klein Markow, Ludwigsdorf oder um Hohen Demzin, Kämmerich, Karstorf, Nienhagen und Neu Ziddorf. Viel Stillschweigen zwischen Liepen, Rothenmoor, Seedorf. Aber auch einzelne Dörfer wie Großen Luckow, Finkenthal, Gorschendorf zeigen Lücken. Manche liegen aber nur im Wald und dürften nur für Spaziergänger, Jäger oder Landwirte zum Problem werden.

Doch der Ausbau wird weiter voranschreiten: Das ist ein klares Ziel von Vodafone, ist von Helmut Zeitz aus der Planungsabteilung des Unternehmens zu erfahren. „Größere Löcher gibt es nicht mehr“, meinte er. Man wolle aber die verbliebenen Lücken nach und nach schließen. Dabei reagiere das Unternehmen auch auf Hinweise, die Anwohner in den Vodafone-Shops hinterlassen.

Standort für Funkmast gesucht

Für Gielow hat Zeitz Erfreuliches zu berichten: „Seit dem 1. Dezember suchen wir einen Standort für einen Funkmast“, sagt er. Der solle so schnell wie möglich aufgestellt werden. Der Planer hofft noch auf dieses Jahr. In diesem Verfahren solle auch gleich der Funk-Internet-Empfang per LTE verbessert werden. Das werde allerdings auf anderen Frequenzen geschehen.

Dass es an manchen Orten Funkstille gibt, habe verschiedene Ursachen. Manchmal seien es landschaftliche Gegebenheiten – Gielow liegt in einem Tal. Wald behindere die Funksignale – auch den gibt es westlich des Ortes. Es könne aber auch sein, dass ein Dorf zwischen zwei Funkmasten liegt und von beiden nicht ausreichend versorgt wird, erläuterte Helmut Zeitz.

Kommentare (1)

Das war wohl mal. Bzw. ist bald zu Ende. Nach der Fusion von E-Plus mit O2 ist das neue O2 mit Abstand größter Mobilfunkanbieter in Deutschland. Nur mal so. Ja, ich weiß, die Netze sind noch nicht zusammengeschaltet. Aber das wird doch.