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Schläger finden mildes Urteil zu hart

Ein Teterower wurde beim Stadtfest 2013 brutal zusammengeschlagen und dabei schwer verletzt. Die Täter kommen vor Gericht mit milden Strafen davon. Die Staatsanwaltschaft erwog Berufung einzulegen, doch es kommt ganz anders.

Das milde Urteil hatte wegen der hemmungslosen Brutalität der Schläger Befremden in der Bevölkerung ausgelöst.
Mathias Greisert/Thomas Bachmann Das milde Urteil hatte wegen der hemmungslosen Brutalität der Schläger Befremden in der Bevölkerung ausgelöst.

Zwei Jahre nachdem ein Teterower beim Stadtfest 2013 von fünf jungen Männern schwer misshandelt wurde, ist die Tat juristisch noch nicht geahndet. Zwar hatte das Landgericht Rostock Anfang Februar dieses Jahres das Quintett zu Bewährungsstrafen von anderthalb Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Damit blieben die Richter deutlich unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft, die Haftstrafen zwischen zweieinhalb und drei Jahren gefordert hatte. Das milde Urteil hatte wegen der hemmungslosen Brutalität der Schläger, die noch auf den wehrlos am Boden Liegenden eingeprügelt hatten, Befremden in der Bevölkerung ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Anfechtung des Urteils erwogen, dann aber auf einen Einspruch verzichtet. Anders die Verteidigung. Zwei Angeklagte legten Berufung gegen das Urteil ein.