Hoffnung für "Verlierer":

Schlüssel weg? Fundbüro kann helfen

Was die Leute so alles verlieren: Vom Portemonee voller Geld bis hin zur Zahnprothese nahmen die Sammelstuben in den vergangenen Monaten Vieles auf. Nur versteigern lässt sich von diesen Dingen kaum etwas.

Rathaus-Azubi Diana Hellwig mit dem Schlüsselbrett. Ein ganzes Arsenal von gefundenen Schlüsseln wird im Malchiner Fundbüro verwahrt. Wer seinen Schlüssel vermisst, der sollte mal im Bürgerbüro des Rathauses vorbei schauen.
Thomas Koch Rathaus-Azubi Diana Hellwig mit dem Schlüsselbrett. Ein ganzes Arsenal von gefundenen Schlüsseln wird im Malchiner Fundbüro verwahrt. Wer seinen Schlüssel vermisst, der sollte mal im Bürgerbüro des Rathauses vorbei schauen.

Wer in den vergangenen Monaten einen Schlüssel verloren und bisher nicht wiedergefunden hat, der sollte vielleicht einmal im Fundbüro nachfragen. So viele Schlüssel wie in letzter Zeit sind in der Region offenbar schon lange nicht mehr in den Asservatenkammern der Rathäuser abgegeben worden. „Wer einen vermisst: Wir haben ein riesiges Kontingent davon“, berichtet beispielsweise Malchins Rathaussprecher Thomas Koch. Ähnlich sieht es im Bürgerbüro des Teterower Rathauses aus, wo die Fundsachen aufbewahrt werden. Eine Erklärung, warum den Leuten im vergangenen Jahr so viele Schlüssel abhanden gekommen sind, haben die Mitarbeiter nicht. Dafür haben die Fundbüros aber ein großes Problem: Die Schlüssel werden sie kaum wieder los, die können nämlich nicht versteigert werden wie andere Fundsachen.

„An anderen Dingen liegt nicht so viel vor. Eine Jacke, Brillen, zwei Fahrräder und Handys, zählt Thomas Koch auf. Für eine Versteigerung reiche das nicht. Auch im Teterower Rathaus lagert noch ein Fahrrad, es hatte in einem Straßengraben gelegen, wie Mitarbeiterin Monika Juckel erzählt.

Recht übersichtlich ist die Lage auch in der Gnoiener Amtsverwaltung, wo Brigitte Heise die Fundsachen verwaltet. Viel Zugänge hat es hier im letzten Jahr nicht gegeben. „Am häufigsten waren es noch Handys, die als Fundsache bei uns abgegeben wurden“, sagt die Sachbearbeiterin. Hier konnten die Besitzer ausnahmslos ermittelt werden. Dem Eigentümer zurückgegeben werden konnte auch ein Portmonee mit 300 Euro Bargeld. Bei einem Fahrrad, das in der Amtsverwaltung landete, habe es sich aber offenbar um einen Entsorgungsfall gehandelt.

Einen ziemlich kuriosen Fund meldet derweil Stavenhagen. Vor der Sparkasse war hier eine Zahnprothese entdeckt worden. Hinzu kamen noch 250 Euro, die jemand auf dem Boulevard liegen gelassen hatte. Wenn sich bei Bargeld niemand meldet, der glaubhaft versichert, dass es ihm gehört, dann dürfe sich nach einem halben Jahr der Finder freuen.

 

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