Bürgerbeauftragter nach einer Beschwerde vor Ort:

Schwerin "beäugt" teures Wasser

Der Bürgerbeauftragte die Landes, Matthias Crone, nahm die Trinkwassergebühren und -preise des Wasserzweckverbands Malchin-Stavenhagen unter die Lupe. Beschwert hatte sich eine Einwohnerin aus Malchin.

Der Beschwerde einer Malchinerin über eine Erhöhung der Wasserpreise ging jetzt der Bürgerbeauftragte des Landes, Matthias Crone, nach.
Hubert Link/dpa Der Beschwerde einer Malchinerin über eine Erhöhung der Wasserpreise ging jetzt der Bürgerbeauftragte des Landes, Matthias Crone, nach.

Als der Wasserzweckverband Malchin-Stavenhagen in diesem Jahr die Gebühren für Trinkwasser und auch den Kubikmeterpreis für das kostbare Nass drastisch anzog, blieb vielen Verbrauchern regelrecht der Mund offen stehen. Denn so einen Preisanstieg hatten sie noch nicht erlebt. Die Gebühr des Versorgers mit Sitz in Stavenhagen kletterte um sage und schreibe 42 Prozent, der Trinkwasserpreis um 23 Prozent. 99,90 Euro sind jetzt im Jahr als Grundpreis zu bezahlen. Und dann kommt noch der Preis von 1,58 Euro je Kubikmeter hinzu. Damit lag der Verband Anfang des Jahres deutlich über dem, was Nachbarverbände von ihren Kunden verlangen.

Viele Betroffene beschwerten sich seinerzeit über die Erhöhung beim Verband. Stadtvertreter in Malchin und Stavenhagen verlangten Aufklärung darüber. Eine Malchinerin ging in diesem Herbst noch einen Schritt weiter. Sie wandte sich an den Bürgerbeauftragten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Crone. Sie bat ihn um eine Einschätzung, ob die neue Gebühr und der neue Preis gerechtfertigt sind.

Der Name der Malchinerin ist der Redaktion „Mecklenburger Schweiz“ nicht bekannt, wohl aber das Resultat, das die Mitarbeiter des Bürgerbeauftragten der Einwohnerin übermittelt haben. Crone sieht in der höheren Gebühr und in dem Preis keine Ungereimtheiten. „Wir können im Rahmen unserer Möglichkeiten nur handeln, wenn geltendes Recht verletzt wurde“, erläuterte Pressesprecherin Ina Latendorf. Satzungsentscheidungen könnten nicht auf den Prüfstand gehoben werden.

Deswegen habe der Bürgerbeauftragte eine Plausibilitätsprüfung vornehmen lassen. Die Mitarbeiter hätten Argumente aus den Zeitungsbeiträgen studiert und Gebühren und Preise mit denen von anderen Wasserversorgern verglichen. „Wir konnten keine gravierenden Abweichungen feststellen“, sagte Ina Latendorf. Dabei habe der Bürgerbeauftragte aber auf alle Wasserversorger im Land geschaut. Die Gebührenanhebung sei zwar sehr spät erfolgt. Von einer übermäßigen Anhebung könne man aber nicht sprechen.

 

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