Warmes Wasser dank Solar-Modulen:

26 Grad und vielleicht noch heißer

Wie kann die Wassertemperatur im Malchiner Peenebad im Sommer etwas angenehmer werden? Seit Monaten ist darum gestritten worden. Jetzt hat die Arbeitsgruppe „Badewasser-Erwärmung“ ihr Ergebnis vorgelegt – mit einer verblüffend einfachen Lösung.

Auf die Dächer der umliegenden Gebäude soll das Badewasser in Absorberanlagen gepumpt werden - kein großer Aufwand, denn das Wasser müsse ja sowieso ständig umgewälzt und gereinigt werden.
Torsten Bengelsdorf Auf die Dächer der umliegenden Gebäude soll das Badewasser in Absorberanlagen gepumpt werden - kein großer Aufwand, denn das Wasser müsse ja sowieso ständig umgewälzt und gereinigt werden.

Sie haben es sich wirklich nicht einfach gemacht, waren in Berlin, Bernau und Friedland, um sich Freibäder anzuschauen. Nun endlich präsentieren die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Badewasser-Erwärmung“ das Ergebnis ihrer Reisen und Beratungen. Immerhin werden seit dem 60. Geburtstag von Malchins Bürgermeister Jörg Lange (parteilos) vor anderthalb Jahren bereits fleißig Spenden gesammelt, um die Badewannen im Malchiner Freibad im Sommer endlich um ein paar Grad erwärmen zu können.

Einige Tausend Euro sind bereits zusammen gekommen. Das Geld-Einsammeln war allerdings in die Kritik geraten, weil doch bisher noch gar nicht feststand, ob überhaupt und nach welcher Methode Malchins größte Badewanne im Sommer etwas angeheizt werden kann.

Bis zu 26 Grad sind drin

Nun aber scheint es klar zu sein. Eine sogenannte Thermo-Absorber-Anlage soll den Gästen angenehme Wärme bescheren. Das klingt kompliziert, das Prinzip ist aber relativ einfach. Das Badewasser wird ständig in doppelwandige Solarplatten gepumpt, die auf den Dächern des Schwimmbad- und Pumpengebäudes und eventuell auch auf dem neuen Stadiongebäude installiert werden sollen. Durch die Sonneneinstrahlung erwärmt sich das Wasser dann in den Platten und fließt in die Schwimmbecken zurück.

Wenn es die Sonne richtig gut meint, könnte die Wassertemperatur bis auf 26 Grad steigen. Auf jeden Fall seien aber ab Juni stets 21 Grad drin, meint Bürgermeister Lange. Damit das Wasser über Nacht nicht wieder all zu sehr abkühlt, ist außerdem an eine zumindest teilweise Abdeckung des Freibadbeckens gedacht.

Was aber kostet nun Malchins neuer Badespaß? Auch darauf hat die Arbeitsgruppe eine Antwort. Mit 150 000 Euro dürfte die Heizung demnach zu Buche schlagen. Die Stadt hofft dabei auf Fördermittel. Installiert werden sollen die Solarplatten im nächsten Jahr. Für die Planung der Wasserheizung will die Stadt allerdings bereits in diesem Jahr 30 000 Euro locker machen.

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