Tierquälerei:

Sollte eine Katze mit einer Drahtschlinge erdrosselt werden?

Aus dem Autofenster geworfen oder eigenmächtig kastriert: In Lelkendorf gibt es Samtpfoten, die schier unglaubliche Schicksale hinter sich haben. Doch was jüngst in dem Dorf passierte, ist noch grausamer.

Das ist keine Falle, sondern ein Drahtstrick mit Öse zum Zuziehen um den Hals. Damit hat offenbar jemand brutal versucht, eine Katze zu erdrosseln.
Krygier Das ist keine Falle, sondern ein Drahtstrick mit Öse zum Zuziehen um den Hals. Damit hat offenbar jemand brutal versucht, eine Katze zu erdrosseln.

In Lelkendorf hat jemand offenbar versucht, eine wehrlose Katze zu strangulieren. Das Tier kam völlig verstört mit einer Drahtschlinge um den Hals zu seinem Besitzer zurück, erzählt dessen Nachbarin Ramona Krygier. „Zum Glück konnte sich das Grautigerchen befreien, weil die Drahtschlinge rostig war und deshalb abgebrochen ist. Die Schlinge war so fest um den Hals geschlungen, dass wir sie ohne Teil-Betäubung durch eine Tierärztin nicht abbekommen hätten“, berichtet die junge Frau weiter. Möglicherweise habe der Täter auf diese grausame Weise einen Streit mit dem Katzenbesitzer an dem unschuldigen Vierbeiner rächen wollen. Aber das bleibt eine Vermutung. Jedenfalls sei das Tier noch immer arg verstört und brauche jetzt Ruhe, erzählt Ramona Krygier, die der Geschädigte um Hilfe gebeten hatte.

So verstört wie viele einfach weggeworfene und misshandelte Katzen, von denen Lelkendorf geradezu „bevölkert“ ist. Katzenliebhaberin Ramona Krygier aber hat einige von ihnen aufgenommen. Da sie nicht alle misshandelten Fellnasen in ihrer Neubauwohnung aufnehmen konnte, hat sie in ihrem Garten eine Extra-Laube mit Freigang für die Stubentiger liebevoll eingerichtet.

Wenige Schritte von diesem „Miez-Haus“ liegt ein weiteres privates Tierheim als Sinnbild für das Lelkendorfer Katzen-Elend. Es wird das Katzenhaus genannt und gehört der Mutter von Ramona Krygier, Brigitte Sips. Hier leben rund zehn solcher ausgesetzten Samtpfoten, die ansonsten wohl ein elendes Ende genommen hätten. „Die Versorgung übernehmen wir aus eigener Tasche“, erzählt Brigitte Sips. „Manchmal bringen uns Leute aber auch eine Spende für Futter, und darüber freuen wir uns sehr.“