Hecken sind zu teuer:

Spar-Einsatz mit Axt und Säge

Asphalt hier, da Beton. Noch ist Teterow eine grüne Stadt. Mancherorts allerdings scheint es allzu üppig zu gedeihen. Jetzt wird in etlichen Grünanlagen radikal zurückgeschnitten und gerodet. Für aufwändige Pflege fehlt an vielen Stellen das Geld.

Da ist man in Teterow nicht zimperlich: Die Ausgaben für Grünflächen müssen gekappt werden.
Patrick Seeger Da ist man in Teterow nicht zimperlich: Die Ausgaben für Grünflächen müssen gekappt werden.

„Die reißen wirklich die ganzen Büsche und Sträucher raus.“ Die Stimme der Frau am Telefon klingt aufgebracht. In jüngster Zeit habe sie beobachtet, dass an der Straße nach Pampow im Grünstreifen das Gebüsch gerodet wird. Gar nicht verkehrt. „Zuerst nahm ich an, das ist wegen der Verkehrssicherheit. An den Zufahrten kann man aus einem Pkw in der Tat schlecht die Hauptstraße einsehen“, schildert die Pampowerin.

Doch bei ein bisschen Grünschnitt blieb es in dem Teterower Ortsteil nicht. Ihr wurde bald klar, dass peu à peu der Bewuchs auf der gesamten Straßenlänge der Axt zum Opfer fällt. Dafür hat sie nur ein verständnisloses Kopfschütteln übrig.

Besser kahl als arm

Dass die Anruferin mit ihrer Beobachtung richtig liegt, bestätigt Uwe Hohenegger, Leiter des städtischen Bauamtes. Die Pflege sei einfach zu aufwändig. Der Bewuchs zieht sich etliche Hundert Meter entlang der Straße hin. Vom Winde getragen, verfängt sich etlicher Abfall in den Zweigen. Wahrlich kein schöner Anblick.

Wenn künftig nur Rasen wächst, ist die Pflege einfacher. Vor allem deshalb, weil dann maschinell gemäht werden kann, macht der Bauamtsleiter geltend. Er weist darauf hin, dass auch im Stadtgebiet etliche Stellen ziemlich radikal bereinigt wurden.

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