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SSV-Team wie eine zweite Familie

VonKati Rockenschuh-OfcsarikAus dem Kader der MV-Liga-Handballerinnen des Stavenhagener SV ist Stefanie Breu nicht mehr wegzudenken. Auch wenn ihr das ...

Eine ausgemachte Teamplayerin mit enormem Spielverständnis: Stefanie Breu (l.) im SSV-Dress.[KT_CREDIT] FOTO: KRO/Archiv

VonKati Rockenschuh-Ofcsarik

Aus dem Kader der MV-Liga-Handballerinnen des Stavenhagener SV ist Stefanie Breu nicht mehr wegzudenken. Auch wenn ihr das intensive Training viel abverlangt, ist sie mit Spaß und Herzblut dabei.

Stavenhagen.Trotz ihres Vizemeistertitels im Kampf um den Landespokal gönnten sich die MV-Liga-Handballerinnen des Stavenhagener SV nur eine kurze Verschnaufpause. Bald darauf stand Strafwurf-Training auf dem Programm und Stefanie Breu erwies sich wie gewohnt als sicherste Werferin. Noch ahnte sie nicht, dass sie in der MV-Liga mit 124 Treffern zur besten Torschützin gekürt wird.

Seit 14 Jahren dem
Handballsport treu
Wenn man die 23-Jährige am Sonnabend mit ihren Freundinnen auf der Tanzfläche sieht, würde kaum jemand vermuten, dass sie noch kurz zuvor auf der Platte kräftig ausgeteilt hat. Stefanie Breu spielt seit nunmehr 14 Jahren Handball und gehört zur Stamm-Sieben der Frauenmannschaft. Dabei kam sie eher zufällig zum Handball, eine Freundin nahm sie mit zum Training. Seitdem ist sie diesem Ballsport verfallen und hat es nie bereut. Sicherlich haben dazu auch die Erfolge im Jugendbereich beigetragen. Ihre kraftvolle und engagierte Spielweise sicherte ihr bereits zu diesem Zeitpunkt das Doppelspielrecht in der B- und A-Jugend. Für eine junge Handballerin eine Auszeichnung, die mit jeweils einem ersten Platz in der damaligen Liga gekrönt wurde.
Bis dahin standen viele Trainingsstunden zu Buche. Wenn andere im Sommer ihre Taschen für das Waldbad packten, hieß es für Steffi und ihre Teamkolleginnen: „Wir laufen unsere Strecke.“ Nicht immer leicht, aber auch Konditionstraining gehört dazu, wenn man den Sprung in die Frauenmannschaft packen möchte und das hat sie.
Nach ihrem Team befragt, schwingt unverhohlener Stolz aus ihrer Stimme: „Ich habe schon so oft gesagt, dass meine Truppe für mich wie eine zweite Familie ist. Wir sind wirklich ein Team. Mit einigen Spielerinnen verbindet mich eine tiefe Freundschaft. Wir haben auch außerhalb der Halle Kontakt. Meine Mannschaft hat mich und meinen persönlichen Werdegang sehr geprägt. Stolz bin ich vor allem auf unsere vergangene Saison. Mit diesem Abschneiden in der MV-Liga hätte keiner gerechnet.“

Coach Oliver Wickel schätzt ihre ruhige Aura
Wohl wahr, schon gar nicht, wenn man an das Jahr 2010 denkt. Damals war die Personalsituation äußerst prekär, schon spekulierte man, die Mannschaft abzumelden. Eine schwere Zeit für Stefanie Breu. Sie wollte unbedingt weiter Handball spielen. Einmal Handball, immer Handball! In ein anderes Team zu wechseln, für Steffi fast undenkbar. Umso schöner, dass man sich letztendlich doch berappeln konnte. Seitdem triumphieren die SSV-Damen und finden in der MV-Liga längst Beachtung. Coach Oliver Wickel hält große Stücke auf seine Führungsspielerin. Er schätzt vor allem ihre unheimlich ruhige Aura, die sie auf ihre Mitstreiterinnen ausstrahlt. Sie sei eine ausgemachte Teamplayerin mit einem enormen Spielverständnis. „Steffi ist das Beste, was einem Trainer passieren kann. Wenn ich sie in einem Satz beschreiben sollte, würde ich sagen: Kompetenz auf dem Spielfeld gepaart mit einer menschlichen Art, die jedem Trainer und jedem Team gut zu Gesicht steht.“
Bleibt zu hoffen, dass Stefanie Breu auch in der kommenden Saison unverletzt bleibt, denn sie haben sich viel vorgenommen, die Handball-Damen des SSV. Sie wollen an ihre Leistungen anknüpfen. Und dafür werden wieder viele Trainingsstunden von Nöten sein. Steffi Breu ist froh, dass sie bei ihrer Familie und bei ihren Freunden Unterstützung findet. Anders wäre es auch gar nicht möglich, denn vor allem in der Hauptsaison sind die Wochenenden ausgebucht und zweimal in der Woche nach der Arbeit in die Halle zu marschieren, das fordert volles Engagement.
„Solange man aber Spaß am Sport hat, nimmt man den zeitlichen Umfang auch gern in Kauf. Nach dem Final Four bleibt nun auch mal Zeit für andere Hobbys: „Da kann ich mir die Spiele von Kickers JuS wieder regelmäßig ansehen.“