Rathaus-Affäre:

Stadtrat-Affäre: Wohin geht das Geld?

Sie sind billig davon gekommen: Von den 9400 Euro zu viel kassierten Entschädigungen haben Stadträtin und Ex-Stadtrat jetzt gerade einmal 2200 Euro zurückerstattet. Doch wer das Geld bekommen hat, darüber schweigt sich das Rathaus aus.

Die Affäre um zu hohe Bezüge dauert in Malchin nun schon mehr als zwei Jahre.
T. Bengelsdorf Die Affäre um zu hohe Bezüge dauert in Malchin nun schon mehr als zwei Jahre.

Über acht Jahre hinweg haben die zwei Malchiner Stadträte eine zu hohe Aufwandsentschädigung kassiert. Das zu viel erhaltene Geld freiwillig zurück zu zahlen, dazu waren die beiden nicht bereit. Nun scheint die Rathaus-Affäre nach mehr als zwei Jahren beigelegt zu sein.

Das meint jedenfalls Malchins Bürgermeister Jörg Lange (FDP). Wie er am Montag mitteilte, haben jetzt Stadträtin Manuela Rißer und der inzwischen abgewählte Stadtrat Jochen Banek jeweils 1100 Euro zurückgezahlt. Das ist allerdings nur ein Bruchteil der zu Unrecht kassierten Bezüge, die sich auf insgesamt 9400 Euro belaufen hatten. Die Rückzahl-Summe entspricht aber dem Vergleichsangebot, das die Anwälte der beiden Stadträte vorgelegt und dem die Stadtvertreter dann auch zugestimmt hatten. Berücksichtigt worden ist dabei auch, dass für einen Teil der zu Unrecht ausgezahlten Beträge inzwischen eine Verjährung eingetreten war.

Das Verfahren geht weiter

Nicht verraten will das Stadtoberhaupt allerdings, an wen die Stadträte jetzt die jeweils 1100 Euro überwiesen haben - sie haben das Geld jedenfalls nicht auf das Stadtkonto eingezahlt. Nur soviel gibt der Bürgermeister preis: Rißer und Banek ließen das Geld jeweils mehreren Vereine ihrer Wahl zugute kommen. "Ich vermute ganz stark, dass die beiden nicht Mitglied in diesen Vereinen sind", so der Bürgermeister. Er sei jedenfalls froh, dass die Sache jetzt endlich nach zwei Jahren ihren Abschluss gefunden hat.

Ganz beigelegt ist die Affäre allerdings dann doch noch nicht. Denn noch läuft gegen Rißer, Banek und gegen den Bürgermeister ein Disziplinarverfahren. Die Rechtsaufsicht ermittelt noch. Was dabei herauskommt, ist derzeit noch völlig offen.

 

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