Verkehrsberuhigung:

Stavenhagen bremst die Brummis in der Nacht

Für Lkw soll nun bald Tempo 30 auf den Ortsdurchfahrten gelten. Der Antrag der Reuterstadt hat wohl Erfolg. Ganz anders sieht es mit einem dringenden Wunsch der Basepohler aus.

Lkw sollen sollen künftig nur noch mit höchstens Tempo 30 durch Stavenhagen fahren. Die Reuterstadt hat jetzt einen entsprechenden Antrag bei der Verkehrsbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte gestellt.
NK/Grafik Lkw sollen sollen künftig nur noch mit höchstens Tempo 30 durch Stavenhagen fahren. Die Reuterstadt hat jetzt einen entsprechenden Antrag bei der Verkehrsbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte gestellt.

Was auf der Wunschliste vieler Stavenhagener seit langer Zeit ganz oben steht, scheint jetzt in Erfüllung zu gehen. Wer an den viel befahrenen Durchgangsstraßen der Stadt wohnt, kann sich Hoffnung machen, dass es hier zumindest nachts etwas ruhiger zugeht. Lkw sollen hier künftig nur noch mit höchstens Tempo 30 durch die Stadt fahren. Die Verkehrsbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte werde einem entsprechenden Antrag der Reuterstadt voraussichtlich zustimmen, verkündete die amtierende Bürgermeisterin Berit Neumann die frohe Botschaft: „Es fehlt lediglich noch die Stellungnahme des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.“

Die nächtliche Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h dürfte für Lkw dann im Stavenhagener Stadtgebiet auf den Bundesstraßen 104 und 194 sowie auf der Landesstraße 273 in Richtung Ivenack gelten.

Brummi-Fahrer müssten damit nachts auf der B 104 immer öfter auf die Bremse treten. Auch in anderen Ortschaften wie etwa Rosenow gilt bereits Tempo 30. Auch weitere Kommunen an der B 104 dürften dann auf das Beispiel Stavenhagen verweisen und ein gleiches Tempolimit einfordern.

Doch werden sich die Laster-Fahrer daran halten? „Wir werden der Polizei Hinweise geben“, sagt Stavenhagens Ordnungsamtsleiter David Schacht. „Die Polizei wird nun nicht jeden Abend nach Stavenhagen kommen. Hin und wieder wird es aber Kontrollen geben.“

Ein anderer Wunsch geht indes für Stavenhagen nicht in Erfüllung. Anwohner im Ortsteil Basepohl hätten gern einen Fußgängerüberweg auf der B 194. Besonders für Schulkinder sei es immer sehr problematisch, über die stark befahrene Bundesstraße zur Bushaltestelle zu gelangen, hatten einige Basepohler bei der letzten Ortsteilbegehung deutlich gemacht. Die Reuterstadt hatte daraufhin einen entsprechenden Antrag bei der Verkehrsbehörde des Kreises eingereicht. Jetzt kam die Ablehnung. Begründung: Die Unfallstatistik der Polizei sowie die „örtlichen und verkehrlichen Voraussetzungen“ würden gegen einen Fußgängerüberweg sprechen.

 

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