Abgeordnete legen Mandate nieder:

Steht Ivenack vor Neuwahlen?

Aus der Ivenacker Gemeindevertretung scheiden gleich mehrere Abgeordnete aus. Sie sehen keine Basis für eine Zusammenarbeit mehr.

Das Schloss ist eine der Hauptattraktionen in Ivenack. Die Arbeit in der Gemeindevertretung ist aber nicht mehr für alle Abgeordneten attraktiv.
Eckhard Kruse/Archiv Das Schloss ist eine der Hauptattraktionen in Ivenack. Die Arbeit in der Gemeindevertretung ist aber nicht mehr für alle Abgeordneten attraktiv.

Vier von acht Gewählten fühlen sich in der Ivenacker Gemeindevertretung offenbar überflüssig. Sie legten jetzt ihre Mandate nieder, bestätigte Joachim Demske, Hauptamtsleiter von Stavenhagen. Die Schreiben von Ex-Bürgermeister Roland Lüker, Landwirt und Prohad-Geschäftsführer Jürgen Cummerow, Peter Strehlow und Heiko Peters (alle Wählergemeinschaft) seien in der Amtsverwaltung eingegangen.

Roland Lüker legte sein Mandat wieder, weil er sich im nicht öffentlichen Teil der Gemeindevertretersitzung Beschuldigungen ausgesetzt sah. "Das geht nicht mehr um die Gemeinde", sagt er. Er fühlte sich persönlich angegriffen. Auch Jürgen Cummerow sieht keine Basis mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er spricht von einer Missstimmung und will sich nicht zum Sündenbock für viele Dinge machen lassen. Cummerow betonte aber ausdrücklich, dass der Rücktritt nichts mit Bürgermeister Stefan Guzu zu tun hat.

Nun müssen die vier vorhandenen Nachrücker innerhalb einer Woche erklären, ob sie ihre Sitze als Gemeindevertreter annehmen oder nicht, informierte Demske. Wenn nicht, steht Ivenack möglicherweise vor einer Neuwahl. Denn mindestens fünf Gemeindevertreter und der Bürgermeister müssen die Arbeit der Gemeinde führen.

 

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