Tourismussaison in der Mecklenburger Schweiz:

Straßenbau verhagelt Gäste-Bilanz

Der Urlauberstrom in die Region war in diesem Jahr starken Schwankungen unterworfen. Zumindest einige Gründe dafür liegen für die Touristiker auf der Hand. Für die kommende Saison rüsten sie vor allem an der digitalen Front auf, um zumindest im Internet für ihre Gäste besser erreichbar zu sein.

Der Reiz des Teterower Sees für Urlaubsgäste liegt in seinen vielen Buchten und den beiden großen Inseln. Doch vielen reicht schöne Natur allein nicht für eine Buchung.
Andreas Lange Der Reiz des Teterower Sees für Urlaubsgäste liegt in seinen vielen Buchten und den beiden großen Inseln. Doch vielen reicht schöne Natur allein nicht für eine Buchung.

Auf eine Kurzformel gebracht fällt die Einschätzung der Tourismussaison 2014 durch Jana Koch ungewöhnlich aus: „Sie war nicht kalkulierbar.“ Das sagten die gewerblichen wie privaten Gastgeber schon im Sommer. Die Statistik, die der Leiterin der Tourist-Information Teterow jetzt vorliegt, bestätigt diese Einschätzung jetzt in gnadenlosen Zahlen.

Der Besucherstrom kam im ersten Halbjahr nicht in Gange. „Bis Juni hatten wir richtig schwere Zeiten und verzeichneten ein Minus von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, berichtet Frau Koch. Da legte sich manchem schon die Stirn in Sorgenfalten. Doch der Motor sprang im Juli an: „Der August hat‘s dann rausgerissen, ein Plus von 29 Prozent gegenüber 2013.“

Mit etwa 140 000 Übernachtungen in der Region wurde das Vorjahresergebnis knapp verfehlt. Dafür hat die Tourismusfachfrau eine Erklärung: „Die Anbieter am südlichen Malchiner See hatten arge Probleme. Dort begann in der Urlauberhochzeit kurzfristig der Straßenbau an der L 20. Während dieser Zeit sind deutliche Ausfälle zu verzeichnen. Der Campingplatz Dahmen wie auch die Jugendherberge hatten kaum spontane Gäste. Das schmälert das Gesamtergebnis.“ Die meisten Feriengäste kamen übrigens aus Nordrhein-Westfalen (13 Prozent), gefolgt von Sachsen. Erfreulich sei, dass selbst Bayern mit sieben Prozent zu Buche steht. Die Verweildauer der Gäste ist recht unterschiedlich. In Hotels und Pensionen beträgt sie im Durchschnitt zweieinhalb Tage. Ferienwohnungen werden im Mittel 4,9 Tage belegt, Tendenz steigend.

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