Verkehrsbehinderungen:

Straßenbauer riegeln zwei weitere Strecken ab

Die Landesstraße zwischen Basedow und Malchin wird in der zweiten Mai-Woche komplett dicht sein. Bereits am Montag beginnen hier die Bauarbeiten. Und auch auf der B 108 zwischen Teterow und Waren müssen Autofahrer bald viel Geduld haben.

Der Straßenbau auf der L 20 geht ab Montag von Basedow nach Malchin weiter. Zunächst werden Schutzplanken demontiert und Straßenbäume geschützt.
Torsten Bengelsdorf Der Straßenbau auf der L 20 geht ab Montag von Basedow nach Malchin weiter. Zunächst werden Schutzplanken demontiert und Straßenbäume geschützt.

Auf heftige Proteste war das Straßenbauamt vor zwei Jahren gestoßen, als es mitten in der Zeit der Sommerferien urplötzlich mit dem Ausbau der Landesstraße 20 am Südufer des Malchiner Sees begann. Von Seedorf bis Dahmen waren auf einmal Tourismus-Unternehmen wie die beiden Zeltplätze in der Hauptsaison von einer Vollsperrung der Zufahrtsstraße betroffen. Am Montag geht nun der Straßenbau von Basedow aus bis nach Malchin auf der L 20 weiter. Doch diesmal soll alles mit weniger Ärger ablaufen.

So kündigte das Straßenbauamt Neustrelitz jetzt für die Zeit von 9. bis 13. Mai schon einmal die komplette Sperrung der Straße zwischen Basedow und Malchin an. Autofahrer werden dann auf eine Umleitung über die Bundesstraßen 104 und 108 geschickt. "Die Vollsperrung ist aufgrund unzureichender Fahrbahnbreiten notwendig", erläutert Tom Arenhövel vom Straßenbauamt. Abgestimmt sei die Maßnahme mit dem Rettungsdienst, der Stadt Malchin und dem Busverkehr.

Immer wieder halbseitige Sperrungen

Schon ab Montag kann es zu halbseitigen Sperrungen kommen, wenn erst einmal Schutzplanken demontiert, Nebenanlagen vorbereitet und die alte Fahrbahn teilweise bereits abgefräst wird. Auch nach Abschluss der Asphaltarbeiten könne es noch bis Ende Mai immer wieder zu halbseitigen Sperrungen kommen. Laut Straßenbauamt werden für diesen Abschnitt in den nächsten Wochen 460.000 Euro ausgegeben. Zum Einsatz kommt hier die Malchiner Straßenbaufirma Koch.

Das Unternehmen baut dann auf der Bundesstraße 108, die die Städte Teterow und Waren verbindet, ab Mitte Mai gleich weiter. Und hier reicht der Straßenbau dann doch wieder hinein in die Ferienzeit. Im Juni soll die Bundesstraße zwischen Moltzow und dem Abzweig nach Sommerstorf für drei Wochen abschnittsweise voll gesperrt werden. Die Umleitung führt dann über Sommerstorf, Vollrathsruhe und Kirch Grubenhagen. Endgültig abziehen werden die Straßenbauer dann erst Mitte Juli – wenn denn alles glatt läuft. Hier sollen gleich 1,2 Millionen Euro investiert werden.

Kommentare (2)

Ob auf einer Straße in den Ferien gebaut werden darf, richtet sich danach, ob es eine Ferienreisestrecke laut Verordnung ist oder nicht. Keine Ferienreisestrecke = es darf gebaut werden. Dass sich die Saisonzeiten von Touristikern und der Bauwirtschaft überschneiden, liegt in der Natur der Sache.

Irgendwann müssen sie ja die straßen reparieren. aber bitte dann in erweiterter 2-schichtarbeit, damit die sperrzeit so gering wie möglich ist und nicht an der arbeit festhalten wie z.b. am ring in neubrandenburg, wo man die arbeiter selbst am tag manchmal suchen muss. die überstunden können dann in der kalten nicht tauglichen zeit für diese arbeiten abgegolten werden. so einfach ist das!!! Es gibt doch genug arbeitswillige facharbeiter als zuwanderer die man mit einer schaufel ausstatten kann.