Defekter Bahnübergang:

Sturmböe setzte Anlage außer Gefecht

Dieser Bahnübergang kann richtig nerven, wenn es mal wieder etwas länger dauert mit der Schrankenschließung am Pisedeer Damm. Am Mittwoch gingen die Schranken zeitweise aber gar nicht erst runter.

Rotes Blinklicht, doch die Schranken bleiben oben. Ein gerissenes Seil hatte am Mittwoch für eine für eine Havarie an der Schrankenanlage am Pisedeer Damm gesorgt.
Torsten Bengelsdorf Rotes Blinklicht, doch die Schranken bleiben oben. Ein gerissenes Seil hatte am Mittwoch für eine für eine Havarie an der Schrankenanlage am Pisedeer Damm gesorgt.

Es muss eine ganz besonders heftige Windböe gewesen sein, die sich noch dazu ausgerechnet einen der Schrankenbäume am Pisedeer Damm ausgesucht hatte. Als sich die Schranken wegen eines sich nähernden Zuges senkten, war der Widerstand auf einmal so groß, dass eines der Seile riss, die die Schrankenanlage mit dem Stellwerk verbinden.

Und schon hatte es Malchin am Mittwochfrüh in den Verkehrsfunk der Radiostationen geschafft: Havarie am Malchiner Bahnübergang Pisedeer Damm. Dafür, dass sich die Schlagbäume nicht mehr hoch und runter bewegten, kamen Autofahrer und Züge aber dennoch ganz gut aneinander vorbei.

Immerhin funktionierte das rote Blinklicht am Bahnübergang noch, das für die meisten Autofahrer am Mittwochfrüh das Signal zum Anhalten war. Der Rest wurde erst durch den heran rollenden Zug gewarnt. Im Schritt-Tempo näherten sich die Triebwagen dem Übergang, stoppten kurz, hupten und fuhren dann bei geöffneten Schranken weiter. Einige Minuten Verspätung waren die Folge.

Es war nicht das erste Mal, dass der Bahnübergang am Pisedeer Damm Ärger macht. Unangenehm fällt er besonders den Autofahrern auf, die mal wieder etwas länger vor den geschlossenen Schranken warten müssen.

Die Schrankenanlage am Pisedeer Damm ist eine der letzten auf der Strecke Güstrow/Neubrandenburg die noch von einem  Stellwerk in unmittelbarer Nähe bedient werden. Das trifft ansonsten nur noch für die Übergänge an „Koesters Eck“ in Malchin und am Stavenhagener Bahnhof zu.

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