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Suche nach Ursache des Gestanks geht weiter

Zwar scheint jetzt eine Quelle für den beißenden Gestank gefunden worden zu sein, aber trotzdem stinkt es immer noch zum Himmel. Der Wasserzweckverband hat aber schon eine simple Idee.

Diese Biogasanlage zwischen Stavenhagen und Gülzow soll eine Quelle für den Gestank in Stavenhagen sein. Aber es ist nicht die einzige. Noch immer tappt der Wasserzweckverband im Dunkeln, was die anderen Quellen betrifft.
Kirsten Gehrke Diese Biogasanlage zwischen Stavenhagen und Gülzow soll eine Quelle für den Gestank in Stavenhagen sein. Aber es ist nicht die einzige. Noch immer tappt der Wasserzweckverband im Dunkeln, was die anderen Quellen betrifft.

Es bleibt ein Tappen im Dunkeln. Warum es in Stavenhagen an verschiedenen Stellen stinkt, ist immer noch nicht geklärt. Eines aber scheint Fakt zu sein: Es gibt womöglich mehrere Quellen für den strengen Fäkaliengeruch.

Gleich nachdem der Wasser- und Abwasserzweckverband Malchin-Stavenhagen die Bürger über den Nordkurier aufgerufen hatte, jeden Ort des Gestanks zu melden, gingen weitere Hinweise ein. Mehrere seien an einem Tag aus einer Richtung gekommen. Wie Geschäftsführerin Petra Tertel sagte, habe man sofort die Geruchsfahne verfolgt. Eindeutig habe sich als Quelle hier die Biogasanlage zwischen Stavenhagen und Gülzow herausgestellt.

Doch meldeten sich dann auch wieder Anwohner aus der Innenstadt. Allerdings ließ sich hier die Ursache nicht genau benennen. Daraufhin hätten die Mitarbeiter des Verbandes zunächst das Kanalnetz durchgespült. Vielleicht hatten sich in den Rohren Segmente abgelagert. Denn es sei lange trocken gewesen. Aber genau wisse man es nicht. „Wir orakeln noch ein bisschen“, sagte Tertel. In der nächsten Woche werden Experten die Kläranlage, die im Norden der Stadt steht, überprüfen. Nach Ausschlussverfahren soll dann nach den Ursachen weiter gesucht werden. Tertel bittet die Bürger, weiter anzurufen, wenn es stinkt. Wichtig seien dabei die Uhrzeit und der Ort, um die Windrichtung eingrenzen zu können.

In den sozialen Netzwerken diskutiert man auch über das Thema. Auf Facebook schrieb eine Nutzerin: „Man kann teilweise kaum noch die Fenster aufmachen.“ Eine andere schilderte, dass sie am Mittwochabend gegen 21 Uhr durch die Reuterstadt gefahren sei und es auch gerochen habe.

Und nicht nur in Stavenhagen scheint es zu müffeln. Busfahrer Winfried Witte dachte zunächst, ein Fahrgast hätte eine „Stinkbombe“ im Bus hinterlassen. Schnell wurde ihm klar, dass der unangenehme Geruch von draußen kam. Als er vom 28. bis 30. September mit dem Schienenersatzverkehr von Neubrandenburg nach Stavenhagen unterwegs war, zog es ihm durch die Nase, als er am Wäldchen nahe Ritzerow vorbeikam. „Das jeden Abend circa 19.20 Uhr.“ Doch hier habe der Wasserzweckverband keine Anlagen, schloss Tertel einen Zusammenhang aus. War es vielleicht auch hier eine Biogasanlage?