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Internet-Hetze gegen Asylbewerber in Teterow

Offenbar rechtsgerichtete Personen haben eine Facebook-Seite erstellt, auf der sie Angst vor Asylbewerbern in Teterow und Gnoien schüren. Es hat sich aber auch schon eine Seite gegründet, die Flüchtlinge in Teterow willkommen heißt.

Blick auf Teterow. Eine Facebook-Seite schürt Ängste, dass viele Asylbewerber in die Stadt kommen würden.
Eckhard Kruse Blick auf Teterow. Eine Facebook-Seite schürt Ängste, dass viele Asylbewerber in die Stadt kommen würden.

Eine Facebook-Seite macht jetzt Stimmung gegen Asylbewerber in Teterow. Die Seite hat den Titel "Teterow wehrt sich" und ist offenbar ein Ableger von ähnlichen Seiten aus Güstrow oder Bützow. Die Ersteller sprechen ganz offen von Asylbetrügern. Sie behaupten, dass es schon beschlossen ist, dass in Teterow in großem Stil Asylbewerber untergebracht werden. Danach seien wohl die Städte Gnoien und Bützow an der Reihe, heißt es.

Die Polizei hat diese Seite im Blick, war von Gerd Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow, zu erfahren. Solange die Menschen sich dort austauschen und das im Rahmen bleibt, könne man nichts machen. "Diese Kreise versuchen, ein Sammelbecken zu schaffen, weil zu ihren Demos sonst niemand hingeht", heißt es vom Landkreis Rostock.

Doch auf der Facebook-Seite gibt es auch schon viele Stimmen, die diese Angstmache hart kritisieren. Es wurde auch schon eine Gegen-Seite erstellt. Sie hat den Namen "Teterow - Refugees welcome" (Flüchtlinge willkommen). Dort spricht man unter anderem von "Nazi-Knallköppen".