Behörden mussten erneut einschreiten:

Tier-Messies von Kleverhof machen jetzt woanders Ärger

Gut drei Jahre ärgerten sich Kleverhofer Anwohner über Hundegebell von bis zu 19 Tieren, über abgemagerte und altersschwache Pferde und Dauerstress mit den Nachbarn. Nun ist wieder Ruhe eingekehrt im Dorf. Doch der Treck zog offenbar einfach nur weiter. 

Dieser Anblick bot sich den Nachbarn lange. Mitunter war eine ganze Hundemeute auf dem Grundstück unterwegs.
Privat Dieser Anblick bot sich den Nachbarn lange. Mitunter war eine ganze Hundemeute auf dem Grundstück unterwegs.

Die Einwohner von Kleverhof atmen auf. Das vielstimmige Hundegebell, das die Nachbarn über gut drei Jahre terrorisiert hat, ist endlich verklungen. Keine schlaflosen Nächte, keine Auseinandersetzungen mit den Hundebesitzern und keine altersschwachen Pferde mehr auf dem nicht sehr ordentlichen Grundstück. Der Grund: Die Bewohner, die sich ein Nebengelass des ehemaligen Gutshauses gekauft und darin mit bis zu 19 Hunden gewohnt hatten, sind fortgezogen.

„Es war eine Nacht-und-Nebel-Aktion“, sagt Renate Awe, Bürgermeisterin der Gemeinde Altkalen. Zuerst sei es nur ruhig auf dem Grundstück gewesen. Doch auf einmal waren auch noch die Hundehalter samt ihrer Familie verschwunden. Wohin, das wusste die Bürgermeisterin lange nicht. Bis sie Anrufe von einem Veterinäramt in Niedersachsen bekam.

Daniela Scharke aus Wedelhaine (Niedersachsen) informierte indes den Nordkurier, dass das Hundehalterpaar in der Region zwischen Wolfsburg und Braunschweig unterwegs ist. „Wir haben im August einen Verschlag auf einem Grundstück entdeckt“, berichtete sie. In dem sollen Hunde untergebracht gewesen sein. An einer Gartenlaube stockte einer Bekannten und ihr dann der Atem. „13 Hunde haben wir darin gezählt“, beschrieb Daniela Scharke. An der Laube waren die Fenster vollkommen beschlagen. Die beiden Frauen hätten sofort Polizei, Ordnungsamt, Tierschutzverein und Veterinäramt verständigt.

Grundstück jetzt mit Brennnessel zugewuchert

Einige Hunde – zum Beispiel Golden Retriever oder Australian Sheperd seien verhaltensgestört, hielten den Kopf schief. Andere Tiere humpelten. Die Hundebesitzer wohnten aber vermutlich an einem anderen Ort in der Umgebung. Sie hätten dann die Tiere mitgenommen. Wie in Kleverhof soll auch wieder ein Pferd darunter gewesen sein.

Die Kleverhofer Pferdehaltung des Paares hatte im Februar dieses Jahres einen unrühmlichen Höhepunkt erreicht. Von den Pferden, die ihre letzten Tage auf dem Grundstück fristeten, war eines verstorben. Doch der Halter kümmerte sich eine Woche lang nicht um die Entsorgung. Am Ende übernahm der Landkreis diese Aufgabe. Weil das Veterinäramt im vergangenen Jahr schon die Hundemeute von 19 auf nur noch sechs erwachsene Tiere reduziert hatte, lässt sich nur vermuten, dass die Tierhalter die Nase voll von solchen Vorgaben hatten und fortzogen.

Jetzt präsentiere sich das Grundstück in einem schlimmen Zustand, berichtet die Bürgermeisterin weiter. Es sei vollkommen mit Brennnessel zugewuchert. Dazwischen stünden auch Autos.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung