Ponys auf dem Prüfstand:

Tierschützer schlagen Alarm

Das Tiergehege im Malchiner Stadtpark hat schon bessere Zeiten gesehen. Für die Stadt ist das Gehege ein finanzielles Desaster. Und jetzt kommen noch ganz andere Sorgen hinzu.

Die Ziegen im Malchiner Stadtpark haben allen Grund zu meckern. Die Bedingungen im Gehege sind alles andere als optimal.
Iris Diessner Die Ziegen im Malchiner Stadtpark haben allen Grund zu meckern. Die Bedingungen im Gehege sind alles andere als optimal.

Die Ponys, Esel, Ziegen sind in Malchin Kummer gewohnt. Für das Tiergehege im Stadtpark schien das Ende schon mehrfach gekommen. Doch immer wieder haben es die Malchiner geschafft, ihren Mini-Zoo zu halten. Kein Geheimnis: Für die Stadtverwaltung ist das Gehege eher ein Dorn in Huf und Auge.

Kritik an der Tierhaltung heizt die Debatte nun erneut an. Bürgermeister Jörg Lange (FDP) hat das Tiergehege wieder in die Diskussion gebracht. Anlass: Der Brief eines Greifswalder Schülers, der sich kritisch zu den Verhältnissen äußerte, unter denen die Tiere untergebracht sind. Lange erinnerte die Stadtvertreter daran, dass er bereits vor mehr als zehn Jahren sowohl aus finanziellen, als auch aus Tierschutzgründen Veränderungen angemahnt habe. Schon damals war ein Lösungsansatz: Das Gehege dichtmachen.

"Sogar Zucker wird verfüttert"

Das scheiterte am Widerspruch der Stadtvertreter. Jetzt leben im Stadtpark noch zwei Ponys, ein Esel, sechs Ziegen sowie Wellensittiche, Zwerghühner und Fasane. Betreut werden sie von Eckhard Kagel. Natürlich sehe er, dass die Anlage mittlerweile in die Jahre gekommen sei, aber, dass er die Tiere nicht gut behandle, das will er nicht auf sich sitzen lassen. Vielmehr rege es ihn auf, was den Tieren oft aus falsch verstandener Tierliebe angetan wird. „Kleingärtner laden ihren Grünschnitt hier ab, sogar Zucker wird verfüttert“, weiß er.

Doch Bürgermeister Jörg Lange sieht nur zwei Optionen. Entweder man nimmt Geld in die Hand und macht aus dem Tiergehege etwas Vernünftiges. Dabei müsste man allerdings einen größeren Flächenbedarf in Kauf nehmen und die Mittel dafür aufbringen. Oder das Tiergehege werde weggenommen beziehungsweise auf ein aus Tierschutzgründen akzeptables Mindestmaß verkleinert. Die Diskussionen der Vergangenheit haben also wieder begonnen.

Soll das Malchiner Tiergehege geschlossen werden?

Nein, die Tiere sind ein Anlaufpunkt im Stadtpark, vor allem für Kinder und ältere Leute.
67% (105 Stimmen)
Ja, auch ausTierschutzgründen, denn die Anlage ist doch sehr in die Jahre gekommen.
33% (51 Stimmen)
Gesamtstimmen: 156
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