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Todesstoß für Malchins Zachow-Halle?

Gleich nach Ostern sollte der Dachschaden an der größten Malchiner Turnhalle repariert werden. Doch noch immer darf die Stadt keine Bauarbeiter hineinlassen. Noch ist nämlich nicht klar, wer sie bezahlen soll. Wenn nicht bald Fördermittel kommen, sieht es für die Sportler düster aus.

Bis zum Ende der Sommerferien sollte die Turnhalle saniert sein. Doch die Bauarbeiten haben nach einem Nein aus Schwerin noch nicht einmal angefangen.
Torsten Bengelsdorf Bis zum Ende der Sommerferien sollte die Turnhalle saniert sein. Doch die Bauarbeiten haben nach einem Nein aus Schwerin noch nicht einmal angefangen.

Die Dacharbeiten hätten längst beginnen sollen: Gleich nach Ostern hatte die Stadt Malchin die Zachow-Turnhalle sperren lassen. Angeblich nicht wegen Einsturzgefahr, sondern weil die marode Dachkonstruktion schnellstens repariert werden sollte. Doch auch nach Pfingsten sind hier immer noch keine Bauarbeiter zu sehen. Zu Beginn des Jahres war aufgefallen, dass sich einige der Dachstreben verbogen hatten. Statiker wurden eiligst hinzugezogen und kamen zu dem Schluss: Die Dachkonstruktion ist nicht mehr sicher.

Doch Bauarbeiter darf die Stadt auch weiterhin in ihre wichtigste Turnhalle nicht hineinlassen. Einen Antrag auf vorzeitigen Baubeginn hat das Land nämlich abgelehnt. „Wir können mit der Sanierung erst beginnen, wenn wir auch die Fördermittel bekommen“, sagt Stadträtin Manuela Rißer. Aus eigener Kraft wird sich die Stadt Malchin die 285 000 Euro teure Reparatur kaum leisten können. Die Stadt hofft nun, dass gleich Anfang Juni eine Entscheidung über die Fördermittel fällt. Sicher ist sich Bürgermeister Jörg Lange da aber längst noch nicht. Und selbst wenn die Gelder dann kommen: Der Zeitplan, die Halle nach den Sommerferien wieder zu öffnen, ist wohl nicht mehr einzuhalten.

Im Rathaus spielt man nun aber auch schon mal die schlimmste Variante durch: Was passiert, wenn die Stadt überhaupt keine Unterstützung bekommt? „Da mag ich gar nicht dran denken“, meint der Bürgermeister. Verzichten kann die Stadt im Winter nicht auf die Halle, die auch an den Seenplatten-Landkreis für den Sportunterricht am Gymnasium verpachtet ist. Die Stadt müsste dann irgendwie 285 000 Euro umverteilen, was bei den knappen Haushaltsmitteln kaum möglich sein dürfte.

Bevor das Dach nicht ausgebessert ist, will die Stadt die Sperrung aber auf keinen Fall aufheben. „Wenn dann etwas passiert, wird kein Richter dafür Verständnis haben, dass wir bei dieser Überlastung des Daches noch Personen hineingelassen haben“, ist der Bürgermeister überzeugt. Lediglich die Umkleide- und Duschräume können vorerst weiter genutzt werden.