Dorf verunsichert:

Gerissene Kaninchen und Schafe: Einwohner verdächtigen Wolf

Seit zwei Wochen haben die Gottiner Angst. Denn mehrfach wurden im Dorf Haustiere attackiert. Doch bis jetzt griffen die Behörden nicht ein.

Nach der Angriff wird die Kaninchenbucht von den Fehlers jeden Abend mit zwei Brettern gesichert, die quer über die Türen verschraubt sind.
Eberhard Rogmann Nach der Angriff wird die Kaninchenbucht von den Fehlers jeden Abend mit zwei Brettern gesichert, die quer über die Türen verschraubt sind.

Bianka Preuß stockt die Stimme. „Der gesamte Nachwuchs totgebissen. Das jüngste Lamm war gerade erst geboren. Auch das Mutterschaf hatte keine Chance.“ Es war ein Schock für sie und ihren Mann, als sie am Morgen die toten Tiere auf der Weide hinter ihrem Haus in Gottin fanden. Vier Lämmer und ein Schaf. Fraßspuren zeigten die Opfer nicht. „Das Fell vom Schaf war angebissen. Aber irgendwas hatte die Räuber aufgescheucht“, sagt die Frau.

Auf wessen Konto die Bluttat geht, darüber gehen die Meinungen im Dorf auseinander. Bianka Preuß ist überzeugt, dass es sich um wildernde Hunde handelt. Tage zuvor waren im Ort zwei Rottweiler gesichtet worden. „Das passt mit den Spuren, die wir fanden. Ich denke, es waren Hunde.“ Ganz anderer Meinung ist Gerd Berg. Er wohnt etwa 200 Meter weiter oben im Dorf. „Ja, es kommt vor, dass Hunde auch mal ein Schaf reißen“, sagt er. Dann schüttelt er den Kopf. „Hat man je gehört, dass Hunde die Türen einer Kaninchenbucht abreißen? Nee, nee. Hier treibt ein Wolf sein Unwesen“, ist er überzeugt.

Dorfbewohner verunsichert

Was seine Nachbarin zu berichten weiß, klingt wahrlich alarmierend. „Ich wollte erst meinen Augen nicht trauen, als ich zum Füttern nach den Kaninchen sah. Die Bucht war völlig demoliert. Ich dachte schon, die Kaninchen wären futsch. Doch dann entdeckte ich sie völlig verstört ganz hinten an der Rückwand unter Stroh.“ Wenige Häuser weiter, waren die Räuber erfolgreicher und töteten zwei Kaninchen.

Die Dorfbewohner sind angesichts dieser Vorkommnisse verunsichert. „Im Dunkeln gehe ich mit dem Hund nicht mehr gerne raus“, bekennt Martina Fehler.

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