Da wiehert der Amtsschimmel:

Toter Bahndamm soll nicht belebt werden

Die stillgelegte Bahnstrecke zwischen Teterow und Gnoien haben längst andere Nutzer für sich entdeckt. Das ist nun auch bis Frankfurt durchgedrungen. Also holt die Bahn die große Paragraphenkeule raus.

Am ehemaligen Bahnhof Thürkow weist ein Schild darauf hin, dass dies Gelände Privatland der Bahn ist. Doch wer hier mit dem Rad auf dem Bahndamm angekommen ist, muss sowieso wieder auf die Straße, denn der Durchlass unter der L 23 ist dicht.
Eberhard Rogmann Am ehemaligen Bahnhof Thürkow weist ein Schild darauf hin, dass dies Gelände Privatland der Bahn ist. Doch wer hier mit dem Rad auf dem Bahndamm angekommen ist, muss sowieso wieder auf die Straße, denn der Durchlass unter der L 23 ist dicht.

Züge fahren zwischen Teterow und Thürkow schon seit 18 Jahren nicht mehr. Längst sind hier auch die Gleise abgebaut und verkauft. Jetzt hat die Bahn im fernen Frankfurt am Main mitbekommen, dass Radfahrer und Spaziergänger den brach liegenden Bahndamm für sich entdeckten. Dies nicht von ungefähr, denn seit Jahren schon ist im Gespräch, hier einen Radweg anzulegen.

Während darüber in Gremien immer wieder mal debattiert wird, scheinen längst vollendete Tatsachen geschaffen. Aber nicht mit der Bahn! Die Netz AG verweist nun in einem öffentlichen Appell darauf, dass es sich um ihr Privateigentum handelt, das niemand ohne ausdrückliche Erlaubnis betreten darf. Das bringt sogar Anwohner schwer ins Grübeln.

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