Ehemalige Armeesiedlung:

Trinkwasser abgestellt, Stromversorger droht schon

Im Winter ohne Heizung, monatelanger Ärger um die Abwasserentsorgung. Die letzten Mieter in der ehemaligen Armeesiedlung in Basepohl haben schon Einiges ertragen müssen. Ihre letzten Wochen in dem Block könnten aber die schlimmsten werden.

Grit Schumacher, Melanie Nieß und Michael Heuer (von links) stehen in ihren letzten Wochen in Basepohl ohne Wasser da. Auch Saskia Stoldt als Besucherin findet diesen Zustand unmöglich.
Eckhard Kruse Grit Schumacher, Melanie Nieß und Michael Heuer (von links) stehen in ihren letzten Wochen in Basepohl ohne Wasser da. Auch Saskia Stoldt als Besucherin findet diesen Zustand unmöglich.

Dass es die letzten neun Bewohner der ehemaligen Armeesiedlung von Basepohl am See überhaupt so lange dort ausgehalten haben, ist schon kaum vorstellbar. Jetzt haben sie aber keine Lust darauf, ihre restlichen sechs Wochen ohne Trinkwasser und ohne Strom zu verbringen. Am Montag wurde ihnen wieder einmal das Wasser abgestellt. Und auch der Stromversorger E.dis droht schon mit einer Abschaltung. Dabei müssen die Mieter den Block sowieso zum 31. August verlassen, weil er abgerissen werden soll.

Die Bewohner - zu denen auch ein Schwerstpflegefall gehört - finden diesen Zustand untragbar. Schuld an der Misere ist mal wieder der Verwalter und Liquidator der ehemaligen Armeesiedlung. Der hat nach Aussage des Wasserzweckverbands Malchin/Stavenhagen die Rechnungen nicht beglichen. Der Verband stellte daraufhin das Wasser ab. In den vergangenen beiden Wintern war aus demselben Grund mehrfach das Heizöl ausgegangen. Eine Klärgrube hatte der Liquidator erst unter Strafandrohung durch die Behörden installieren lassen.

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