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Unbekannte zertrümmern Heckscheibe

Erheblichen Schaden nimmt ein Polizeiauto bei einer mitternächtlichen Attacke in Gnoien. Die Hintergründe bringen die Beamten ins Grübeln.

Ausgerechnet den neuesten Wagen aus dem Fuhrpark des Reviers wurde demoliert.
Torsten Bengelsdorf Ausgerechnet den neuesten Wagen aus dem Fuhrpark des Reviers wurde demoliert.

Rätsel gibt eine Attacke auf einen Streifenwagen der Polizei im Revier Teterow auf. Die Beamten waren am Donnerstag kurz vor Mitternacht nach Gnoien gerufen worden. Der Anruf kam aus einem Haus in der Friedenstraße. Die Beamten stellten ihr Dienstfahrzeug in einer Seitenstraße am Schützenplatz ab und begaben sich zu der angegebenen Adresse. Während sie eine Anzeige aufnahmen, hörten sie ein dumpfes Geräusch, das sie jedoch nicht zuordnen konnten und sie auch nicht weiter beunruhigte. Wenige Minuten später änderte sich das. Als sie zu ihrem Auto zurückgekehrt waren, mussten sie feststellen, dass die Heckscheibe zertrümmert war. Mit einem Stein hatte jemand das Sicherheitsglas so stark zerschlagen, das es regelrecht zerbröselte, beschreibt Revierleiter Lothar Fetzer tags darauf den Schaden. Glück im Unglück: Der Täter hatte sich nicht an der Frontscheibe vergangen. So konnte die Streife in dem lädierten Auto die Rückfahrt antreten.

Was den Täter und sein Motiv angeht, tappen die Beamten im Dunkeln. Mit dem zur Anzeige gebrachten Sachverhalt stehe die Attacke aber nicht in Zusammenhang. Dort habe es sich um eine familiäre Streitigkeit gehandelt. Keinerlei Hinweise gebe es auf Täter aus politisch extremistischen Kreisen. „Momentan gehen wir davon aus, dass jemand zufällig vorbeikam, den Wagen sah und attackierte. Aus welchen Beweggründen auch immer“, sagt Fetzer.

Den Schaden beziffert er auf etwa 1000 Euro. Freitagmorgen kam der Wagen, es ist der neueste im Fuhrpark des Reviers, in die Werkstatt.