Letzter Auftritt vor Stadtvertretern:

Und tschüss, Herr Bürgermeister

Nach 21 Jahren war es für Malchins scheidenden Bürgermeister Jörg Lange am Mittwochabend die letzte Stadtvertretersitzung. Blumenstrauß, kurze Dankesworte, ein wenig Applaus - und ein Seitenhieb des Bürgervorstehers.

Mit Blumen bedankte sich Malchins Bürgervorsteher Andreas Hammermüller (links) am Mittwochabend im Namen der Stadtvertreter beim scheidenden Bürgermeister Jörg Lange für die Zusammenarbeit.
Torsten Bengelsdorf Mit Blumen bedankte sich Malchins Bürgervorsteher Andreas Hammermüller (links) am Mittwochabend im Namen der Stadtvertreter beim scheidenden Bürgermeister Jörg Lange für die Zusammenarbeit.

Sein letzter öffentlicher Auftritt als Malchiner Bürgermeister war das am Mittwochabend noch nicht. Wer Jörg Lange noch einmal in Höchstform erleben möchte, der muss am kommenden Montag um 14.30 Uhr in die Basedower Straße kommen. Zum Abschluss seiner Amtszeit wird Lange hier die neu gebaute Straße ganz offiziell freigeben – worauf viele Malchiner schon lange warten.

Die Stadtvertreter verabschiedeten dagegen den langjährigen Rathaus-Chef bereits am Mittwochabend auf ihrer Sitzung. Auffallend: Groß war das Interesse nicht gerade am letzten Auftritt in dem Hohen Haus. Nur zwei sachkundige Bürger und ein Sachbereichsleiter des Rathauses saßen in den Zuschauerreihen, Einwohner waren nicht gekommen. Und auch der Applaus der Stadtvertreter fiel recht bescheiden aus, als Bürgervorsteher Andreas Hammermüller (CDU) dem Bürgermeister für die „geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit“ dankte. Vielleicht lag es an dem kleinen Seitenhieb, den sich Hammermüller nicht verkneifen konnte: Die Stadtvertreter seien eben nicht in jede wichtige Entscheidung integriert gewesen, meinte der Bürgervorsteher. Aber trotzdem hinterlasse der Bürgermeister seinem Nachfolger ein gut bestelltes Feld.

Letzte Sitzung ohne großre Diskussionen

Diesen Eindruck versuchte Jörg Lange auch in seinem letzten Bürgermeister-Bericht zu vermitteln. 21 Jahre lang hatte das Stadtoberhaupt auf diese Weise über wichtige und ganz bestimmt auch weniger bedeutende Angelegenheiten informiert, wobei das meiste den Stadtvertretern und den Malchinern ohnehin schon bekannt war.

„Das war jetzt Ihr letzter Bürgermeister-Bericht“, meinte am Ende Bürgervorsteher Hammermüller. „Jeder kann sich selbst ausrechnen, wie viele Bürgermeister-Berichte es seit dem 1. 11. 1994 gab.“ Das wollte am Mittwochabend aber auch nicht wirklich jemand wissen. Überhaupt setzten die Abgeordneten eher auf ein harmonisches Ende. Hatte es sonst in den vergangenen 21 Jahren zu einigen Beschlüssen ellenlange Debatten mit der Verwaltung und ihrem Chef gegeben, winkten diesmal die Stadtvertreter alle Beschlüsse durch. Diskussionen? Kein Bedarf mehr.

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