Aus für die Jugendherberge Dahmen:

Verband will Einrichtung schließen

Schock für Dahmen: Für 200 000 Euro wollte die Gemeinde den rechten Flügel der Jugendherberge zukunftsfähig modernisieren. Doch noch bevor das Geld bewilligt ist, machte jetzt der Jugendherbergsverband alle Bemühungen zwecklos – ohne Vorwarnung.

Die Gemeinde Dahmen muss sich jetzt auf eine leerstehende Jugendherberge einstellen.
Eckhard Kruse Die Gemeinde Dahmen muss sich jetzt auf eine leerstehende Jugendherberge einstellen.

Die Verhandlungen um die Zukunft der Jugendherberge in Dahmen sind gescheitert. Denn die Ferienunterkunft am Malchiner See wird jetzt definitiv schließen. Das bestätigt Kathrin Röder, Sprecherin des Jugendherbergsverbands Mecklenburg-Vorpommern. „Der Pachtvertrag mit der Gemeinde läuft im April aus“, sagt sie. So habe der Verwaltungsrat es beschlossen. Aber weil die Herberge im Winter ohnehin nicht geöffnet hat, werde sie nun schon Ende Oktober dichtgemacht.

Bürgermeister Philipp Maerz fällt aus allen Wolken, als er auf Umwegen von dieser Entscheidung des Jugendherbergsverbands hört. Eine schriftliche Nachricht habe er nicht bekommen. Außerdem habe die Gemeinde nach seinen Worten eine Absprache mit dem Verband gehabt: Wenn die Gemeinde Dahmen in kurzer Frist 200 000 Euro für eine Modernisierung aufbringt, dann werde der Verband sehen, ob man die Herberge weiterführt.

„Mit dem Geld sollten die Zimmer im rechten Flügel mit Bad und WC ausgestattet werden“, erläuterte Maerz – so wie der Verband es gefordert hatte. Der Antrag dazu sei im September beim Leader-Programm eingereicht worden. Nun stehe bald die Entscheidung an, doch der Jugendherbergsverband zieht sich plötzlich zurück, wundert sich der Bürgermeister.

„Am meisten ärgert mich, dass die Gemeindevertretung so dargestellt wird, als wenn sie nichts getan hat“, schimpft Maerz. Die Gemeindevertretung sei aber immer klar für die Herberge gewesen. Man habe kurzfristig den Förderantrag gestellt, um die Herberge im Ort zu halten. Dafür habe man auch ein Gutachten erstellen lassen müssen. Und dann wollte die Gemeinde um einen vorzeitigen Baubeginn bitten, wenn die 200 000 Euro aus dem Leader-Programm bewilligt werden. Dann hätten die Bauarbeiten während der Winterschließzeit laufen können.

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