Darguner Klostersee:

Verhagelte Saison am Strand

Trotz des guten Wetters ist man am Darguner Klostersee mit diesem Sommer gar nicht zufrieden. 

Nicht in der Ostsee, sondern unbedingt daheim im See wollte der vierjährige Juri baden.
Gerald Gräfe Nicht in der Ostsee, sondern unbedingt daheim im See wollte der vierjährige Juri baden.

Die Barrieren der Nichtschwimmerbecken sind aus dem Wasser geholt, ebenso die Ketten der Wettkampfbahnen. Verwaist ist das Kassenhaus, Umkleidekabinen und Toiletten sind verschlossen: Die Badesaison 2013 am Klostersee ist beendet – zumindest offiziell. Denn Baden ist weiter möglich bei 20 Grad Wassertemperatur. Diesen Wert gibt das Online-Thermometer auf der Internetseite des „Darguner Traumstrandes“ an. Allerdings mit Datum vom 25. August.

Für Frank Liermann, Betreiber der Internet-Seite und für Strandpächter Diethard Kalinowski war die Saison ziemlich „verhagelt“, wie sie einschätzen. Die schlechteste aller Jahre, zumindest in den ersten kalten und nassen Wochen. Als dann die Sonne dauerhafter schien, waren die Ferien vorbei und Urlauber eine Seltenheit.

Und auch die Darguner zog es offenbar nicht gerade in Scharen an den Klostersee. Obwohl doch mancher in diesem Sommer sein Bad aus Kindheits- und Jugendtagen neu entdeckt hatte. So wie Frank Borgwardt aus Wasdow. Seit 30 Jahren wohnt er bei Cottbus und hat früher oft im Klostersee gebadet. Den beiden Enkeln Madita und Amelie versuchte er nun hier, die Angst vor dem Wasser zu nehmen. Der zehnjährige Dominik kam mit Großmutter Rita Lenk zum Klostersee. Da musste auch Großonkel Siegfried Ambros ins Wasser – erstmals seit vielen Jahren, wie der Darguner gestand. Und der vierjährige Juri wollte nicht in der Ostsee, sondern daheim im See baden, berichtete Mutter Kath­leen Felgenhauer.

Für das Bad läuft nun der Countdown: Mit dem Ende der kommenden Saison läuft der Pachtvertrag aus. Spätestens dann steht die Entscheidung an, wie die Stadt mit ihrem Strand umgeht. Pächter Kalinowski versucht, seine seit Jahren leer stehende Strandgaststätte zu verkaufen. Die von ihm hergerichteten Toiletten und Umkleidekabinen bot er der Stadt an. Doch den Abgeordneten sind sie zu teuer.

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