Bergring-Unfall:

Verletzter Rennfahrer im künstlichen Koma

Im Vorstand des MC Bergring Teterow wartet man auf ein Signal aus der Rostocker Uniklinik, um den verletzten Rennfahrer Enrico Sonnenberg besuchen zu können. Er war auf dem Bergring verunglückt und hatte sich schwere innere Verletzungen zugezogen.

„Keine Neuigkeiten aus Rostock. Die Situation ist unverändert.“ Adolf Schlaak, dem Vorsitzenden des MC Bergring Teterow, ist die Sorge deutlich anzuhören. Gerade hat er mit dem Universitätsklinikum Rostock telefoniert. Dort wird nach einem schweren Sturz der Rennfahrer Enrico Sonnenberg behandelt. Aus therapeutischen Gründen ist er in ein künstliches Koma versetzt worden.

Das Unglück hatte den Rennfahrer auf heimischer Bahn in einem Punktlauf der 500 ccm-Klasse am Sonnabend Nachmittag ereilt. Was genau zu seinem Sturz führte, ist unklar. Fremdeinwirkung wird nach jetzigem Erkenntnisstand jedoch ausgeschlossen. Nachdem innere Verletzungen an Rippen und Lungen diagnostiziert waren, wurde der Verletzte in die Uniklinik Rostock geflogen und dort noch am Abend operiert. Seither liegt er im künstlichen Tiefschlaf. Lebensgefahr bestehe nicht, hieß es. Dennoch ist die Sorge im Club groß. „Wir können im Moment wenig tun. Wir sind aber in engem Kontakt mit der Klinik und werden Enrico dort besuchen, sobald das möglich ist“, sagt Clubchef Schlaak.

Enrico Sonnenberg ist 35 Jahre alt und seit anderthalb Jahrzehnten im Motorrennsport aktiv. Beharrlich hat sich der Teterower in die internationale Liga hochgekämpft. Erst vor vier Wochen gelang ihm im englischen Swingfield die Qualifikation für die Grasbahn-Europameisterschaft. Auf seiner heimischen Strecke, dem Teterower Bergring, hatte Sonnenberg in den letzten Jahren immer die Finalläufe erreicht. 2013 wurde er Dritter im Lauf um das Grüne Band und Vierter im Bergring-Pokalfinale. „Er ist ein absoluter Kämpfer“, charakterisiert Adolf Schlaak den Sportler.

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