Keine heiße Spur:

Vermisster Teterower macht Polizei ratlos

Schon fünf Tage und Nächte ist ein 60-jähriger Teterower verschwunden. Eigentlich müsste ein Großaufgebot nach ihm Suchen. Doch die Ermittler haben ein Problem.

Die Sorge um das Schicksal eines Vermissten aus Teterow wächst. Am Sonnabend, dem 5. März wurde der 60-Jährige Joachim M., der in einem Wohnheim lebte, zuletzt gesehen. Seither fehlt von dem Mann jegliche Spur. Eine erste Suchaktion der Polizei blieb ergebnislos. Zwar seien mehrere Fährtenhunde zum Einsatz gekommen, sagte Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow. „Doch sie sind in völlig verschiedene Richtungen gelaufen, sodass daraus kein Indiz ableitbar war, wohin der Mann wirklich gegangen ist.“

Die offensichtliche Zurückhaltung der Polizei ist in der Stadt mit einiger Verwunderung aufgenommen worden. Hier erinnert man sich noch an eine groß angelegte Suchaktion vor geraumer Zeit. Damals war ein junger Mann als vermisst gemeldet. Neben einer Suche im Umfeld kam ein Hubschrauber zum Einsatz, der des Nachts stundenlang mit starken Scheinwerfern über der Stadt kreiste. Der Vermisste wurde aus der Luft nicht entdeckt. Er fand sich selbst wieder zu Hause ein.

Von solchen Maßnahmen hat man im aktuellen Fall bislang abgesehen. Gert Frahm führt dafür einen schlichten Grund ins Feld. Man habe keinerlei Anhaltspunkt, wo man suchen soll. Die üblichen polizeilichen Routinemaßnahmen hätten nichts erbracht. Auch der Fahndungsaufruf in der Öffentlichkeit führte bisher zu keinen verwertbaren Ansatzpunkten.

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