Neues aus der Siedlung Basepohl:

Verwalter: Keine Angst vor Zwangshaft

Der Basepohler Liquidator Thorsten Krüger meint nicht, dass er bald ins Gefängnis muss. Er hat einen Anwalt eingeschaltet und will jetzt auch in der Siedlung Geld ausgeben.

Hier soll die Kläranlage gebaut werden. Laut Thorsten Krüger wird das am 20. Oktober passieren.
Eckhard Kruse Hier soll die Kläranlage gebaut werden. Laut Thorsten Krüger wird das am 20. Oktober passieren.

Zwangshaft? Darüber kann Thorsten Krüger nur schmunzeln. Der Verwalter der ehemaligen Armeesiedlung in Basepohl am See glaubt nicht wirklich daran, dass es tatsächlich soweit kommt und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte seine Androhung wahr macht. "Ich gehe da ganz gelassen ran", sagt er.

Die Wasserbehörde des Landkreises verlangt vom Liquidator der insolventen Renova-Baugesellschaft, dass er endlich eine Kläranlage für die Anwohner baut. Dem kam Krüger seit dem Frühjahr nicht nach. In der Folge verhängte der Landkreis Strafgelder in Höhe von 5000 und 10000 Euro gegen ihn. Letztes Mittel, um die Gelder einzutreiben, sei eine Zwangshaft. Die droht Krüger ab Freitag.

Dass es dazu nicht kommt, dafür sei jetzt ein Anwalt eingeschaltet worden, betont Krüger. Er sei immer der Auffassung gewesen, dass das riesige und abgeschlossene Rohrnetzsystem der Siedlung vorübergehend ausreicht, um die Abwässer aufzufangen und dann abpumpen zu lassen. Doch der Landkreis vermutete, dass Abwasser versickert und machte Druck.

Diese Vermutung hat sich jetzt auch bestätigt. "Wir haben im September eine Druckprüfung durchführen lassen", berichtete Krüger. Die sei negativ ausgefallen. Deswegen habe man sich entschieden, der Aufforderung der Wasserbehörde nachzukommen. Doch Krüger verweist darauf, dass dann auch schon Abwässer des ehemaligen Jugendklubs und des Bundeswehrblocks aus dem Rohrsystem gesickert sind. Denn beide Häuser waren bis vor kurzem noch daran angeschlossen. Da könne man ihn nicht allein verantwortlich machen.

Das leidige Problem mit dem Abwassersystem in der Basepohler Siedlung soll nun bis Ende Oktober beigelegt sein, verspricht Krüger. Wenn die Anlage gebaut ist, dann stehe endlich nichts mehr im Wege, dass mehr Mieter nach Basepohl ziehen können. Interessenten gebe es.

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