:

Von Kälbchen blieben nur noch die Knochen übrig

Es ist erst wenige Wochen her als die Überreste eines Rehs entdeckt wurden. Wer für den Tod des Tieres verantwortlich ist, das ist noch nicht abschließend geklärt. Nun machte ein Jäger wieder eine schreckliche Entdeckung. Für den Chef der Rinderwirtschaft steht fest, wer für den Tod verantwortlich ist.

Das ist alles was von dem Kälbchen übrig geblieben ist.
Felix Nessler Das ist alles was von dem Kälbchen übrig geblieben ist.

Es sah zunächst genauso mysteriös aus wie vor drei Wochen an einem Wegesrand bei Barlin: Ein Jäger hatte am Mittwochabend auf einer Weide bei Brudersdorf ein Tier-Lauf entdeckt. Diesmal allerdings nicht von einem Reh, sondern von einem Kuhkalb. Die alarmierte Agrargenossenschaft in Zarnekow schaute sich daraufhin am nächsten Morgen den Fall genau an. "Im Umkreis von 30 bis 40 Metern fanden wir einen zweiten Lauf. Und dann das Skelett: die Wirbelsäule mit dem Schädelknochen. Da hing nur noch die Ohrmarke dran", berichtete der Chef der Rinderwirtschaft Norbert Petrich. An den Knochen war kein Stück Fleisch mehr übrig geblieben.

Man sollte jetzt mal nicht zu schnell Schlussfolgerungen ziehen, meinte Petrich. Doch als er sich die schaurigen Bilder des gerissenen Kalbs noch einmal betrachtete, gab es dann auch für ihn nur eine mögliche Erklärung. Um ein etwa 80 Kilogramm schweres Tier zur Strecke zu bringen, das dazu noch im Schutz der Mutterkuh gestanden haben dürfte - das schafft nur einer: der graue Jäger. Damit wird es jetzt wohl allmählich zur Gewissheit: Im Raum Brudersdorf/Barlin treibt sich offenbar ein Wolf herum, der auch ein Reh getötet haben dürfte, von dem lediglich die beiden Hinterläufe übrig geblieben waren.